Samstag, 20. Dezember 2014

Hörspielrezension: Galerie der Phantasten - Die Spinne

Eckdaten:

 Titel: Galerie der Phantasten 3 - Die Spinne
Originaltitel: Galerie der Phantasten 3 - Die Spinne
Regie: Iris Artajo
Genre: Horror, Drama, Mystery
Sprecher: Iris Artajo, Thomas Schmuckert, Gundi Eberhard; am Piano: Vera Claus
Produktion, Soundeffekte, Schnitt: Oliver Wenzlaff
Covergestaltung: Oliver Wenzlaff, Anja Söchting
Aufnahme, Mischung: Tom Bopp
Länge: rund 38 Minuten
Preis: 6,99€
 Erscheinungsdatum: 29.11.2014
Erhältlich als Download unter: http://www.audiamo.at/MP3-Hoerbuch-Galerie_der_Phantasten_3_%28Download%29.pid.9783941886155.htm

Inhalt:

 In einem Hotelzimmer werden kurz nacheinander drei Männer tot aufgefunden - alle drei haben sich am Fensterkreuz erhängt. Ein Student bezieht das Zimmer, um den Fall aufzuklären. Die örtliche Polizei unterstützt das Vorhaben. Schon bald wird klar, dass von dem Fenster eine dämonische und gleichermaßen verführerische Anziehungskraft ausgeht, die auch den Studenten in Gefahr bringt.

 Nach einer Geschichte von Hanns Heinz Ewers aus dem Jahr 1908 mit Namen: "Die Spinne". Hanns Heinz Ewers war der Herausgeber der damaligen Buchreihe „Galerie der Phantasten“.

Meine Meinung: 

Das Hörspiel "Die Spinne", welches ich freundlicherweise nach einem netten Kontakt mit dem Produzenten Oliver Wenzlaff zugeschickt bekommen habe, basiert auf einer Buchreihe von Hanns Heinz Ewers, die zwischen 1910 und 1922 erschienen ist und jetzt, fast 100 Jahre nach der Erscheinung, in hörbare Literatur verwandelt wurde.
 Mit drei Sprechern sowie ausgewählten, gut eingesetzten Soundeffekten ist das Hörspiel eher schlicht und einfach gehalten, überzeugt aber klar mit seiner phantastischen, düsteren Geschichte sowie einer subtil aufgebauten Spannung, die strikt auf ihren Höhepunkt hinausläuft und den Hörer mit einem offenden Ende zurücklässt. Man ist also aufgefordert, sich seine eigenen Gedanken über den Ausgang der Geschichte zu machen, etwas, was ich sehr gerne mache.
Der Protagonist der Geschichte, ein Medizinstudent, ist gut herausgearbeitet worden und es macht Spaß, den Sprechern dieses Hörspiels zuzuhören, da sie alle einzigartige, markante Stimmen haben und man so direkt in ihre Welt eintaucht und ihre Gefühle, ihren Schmerz, sehr gut nachvollziehen kann und hautnah spürt.
Mit einer Länge von circa 38 Minuten ist das Hörspiel schnell weggehört, vor allem, weil man es nicht mal wagt, kurz auf "Stopp" zu drücken, da die Geschichte so fesselnd ist.
Mich hat das Hörspiel überzeugt und komplett in seinen Bann gezogen. Ein großes Lob auch an die Sprecher sowie alle, die "hinter" dem Hörspiel mitgearbeitet haben und aus einer Geschichte, die über 100 Jahre alt ist, ein so grandioses, spannendes Hörspiel gemacht haben!
Übrigens: Bisher sind bereits 2 weitere Hörspiele aus der Reihe "Galerie der Phantasten" erschienen, die ich mir jetzt wahrscheinlich auch anhören werde, da mich "Die Spinne" neugierig auf die anderen beiden Geschichten gemacht hat.

Vielen Dank auch an Oliver Wenzlaff für den netten Kontakt und die tolle Zusammenarbeit! Gerne wieder! :-)

Fazit:

Wer nach einem spannenden Hörspiel mit vielen phantastischen Elementen und einem überraschenden Ende sucht, sollte sich unbedingt dieses Hörspiel anhören! Klarer Kauftipp von mir!

Ich gebe "Galerie der Phantasten: Die Spinne" 4 von 5 Sternen.

Samstag, 8. November 2014

Rezension: Lucy Fricke - Durst ist schlimmer als Heimweh

Eckdaten:

Titel: Durst ist schlimmer als Heimweh
Originaltitel: Durst ist schlimmer als Heimweh
Autor/in: Lucy Fricke
Genre: Drama
Seitenzahl: 172
 Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99€
Link: http://www.amazon.de/Durst-ist-schlimmer-als-Heimweh/dp/349926000X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1415475760&sr=8-1&keywords=durst+ist+schlimmer+als+heimweh

Inhalt:

 «Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort ‚Gruppenabend‘ hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.»
Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.

Meine Meinung:

 Es spricht glaube ich für sich, wenn ich sage, dass ich dieses Buch fast in einem Rutsch komplett durchgelesen habe. Dies liegt nicht nur an Lucy Frickes unglaublich berührendem und doch knallhartem Schreibstil sondern auch an dieser besonders aufgeklärt erzählten Geschichte, die den Leser einfach fesselt. Die Autorin lässt uns unbeschönigt in das verkorkste Leben der 16-jährigen Judith blicken, und weil Lucy Fricke so eine großartige Autorin ist, erfahren wir hautnah, wie Judith sich in den bestimmten Situationen fühlt, was sie durchmacht etc. Fricke lässt uns abtauchen in Judiths Welt, die aus Alkohol, Drogen, Leid, Traurigkeit, Wut und Gewalt besteht. Man hat großes Mitleid mit der Protagonistin und fühlt einfach mit, möchte sie in den Arm nehmen und sie trösten.
Mich hat die Geschichte sehr mitgenommen und gefesselt, besonders die knallhart realistische Erzählweise hat mir sehr gut gefallen.
Die Autorin lässt den Schluss bewusst offen, damit sich der Leser sein eigenes Urteil bilden kann und Vermutungen darüber anstellt, wie es nun mit Judith weitergeht. Ich persönlich denke positiv, weil Judith gerade zum Ende des Buches beweist, dass sie eine Kämpfernatur ist und es schaffen kann, einen Weg aus dem Elend zu finden.

Fazit:

 Dieses Buch und Judiths Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt und zugleich wachgerüttelt. Das Buch ist wirklich gelungen und zieht den Leser tief hinein in Judiths verkorkstes Leben. Klare Kaufempfehlung!
Lieben Dank auch an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Ich gebe "Durst ist schlimmer als Heimweh" 4 von 5 Sternen.
 

Samstag, 1. November 2014

Rezension: Stefan Lange - Suicide



Eckdaten:

Titel: Suicide - Drei Monate und ein Tag
Originaltitel: Suicide - Drei Monate und ein Tag
Autor/in: Stefan Lange
Genre: Drama
Seitenzahl: 300
 Verlag: Self-Publishing
Preis: 12,90€
Link: http://www.amazon.de/Suicide-Drei-Monate-ein-Tag/dp/3735757030/ref=tmm_pap_title_0?ie=UTF8&qid=1414840795&sr=8-3

Inhalt:

»Ich spürte Wärme. Langsam erwachte ich aus diesem Traum, der mir seltsam bekannt vorkam und öffnete die Augen …« Sevilla in den 1990ern. Stefan widerstreben Karrieretreppen, er sieht seine nächste Station in Spanien. Leichtigkeit, Sonne in seinem Leben, Streifzüge durch die Stadt. Und ganz nah bei sich, in der Residenz entdeckt er eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: Susanne. Ist sie genau die Eine? Es beginnt eine Sevillana der besonderen Art: Leidenschaft, Gleichklang und Gegentakt. Aus sinnlichem Tanz wird bitterer Ernst. Ein altes Trauma reißt einen Abgrund auf.

Meine Meinung:

Ja, wo soll ich anfangen. Ich bin immer noch ganz überwältigt von diesem Buch. Ich möchte gar nicht so viel vom eigentlichen Inhalt verraten, denn der Klappentext verrät eigentlich schon genug.
Aber was das Buch mit einem anstellt, ist unglaublich. Stefan Lange ist ein Autor, der unglaublich berührend und gleichzeitig schonungslos über seine Vergangenheit schreibt. Seine Gefühle werden gut deutlich, der Leser geht beim Lesen einmal die ganze Gefühlspalette durch, angefangen von Fröhlichkeit bis hin zu tiefem Mitgefühl und Schockiertheit. So konnte ich mir an einigen Stellen das Lächeln nicht verkneifen, musste aber an manchen schockierenden Stellen auch ein paar Tränchen verdrücken.
Ich bewundere den Autor sehr dafür, den Mut zu haben, so offen über seine schreckliche Vergangenheit und ein gesellschaftliches Tabu-Thema zu sprechen. Ich fand es faszinierend, dass Stefan Lange uns so tief in seine Seele hat blicken lassen und gerade das tagebuchartige Erzählen hat diese Wirkung noch unterstützt. Umso mehr bewundere ich ihn dafür, es geschafft zu haben, aus der Depression zu fliehen, mit seiner Vergangenheit abzuschließen und die Fähigkeit und Bereitschaft, ein neues Leben anzufangen.
Ich konnte dieses großartige Buch kaum aus der Hand legen und danke dem Autor nochmals für seinen Mut und wünsche ihm alles Gute.

Fazit:

Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Das Buch hinterlässt eine Botschaft fürs Leben, aber welche das ist, muss wohl jeder selbst herausfinden. Eine große Empfehlung von mir! Ich wünsche mir, dass gerade Menschen, die sich in einer schweren Zeit befinden, dieses Buch lesen und neue Hoffnung schöpfen.
Ich gebe "Suicide" 5 von 5 Sternen.

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension: Lesley Turney - Das Flüsterhaus

Eckdaten:

Titel: Das Flüsterhaus
Originaltitel: Your beautiful lies
Autor/in: Lesley Turney
Genre: Drama
Seitenzahl: 464
 Verlag: Piper
Preis: 9,99€
 

Inhalt: 

 Annie sollte glücklich sein: Zusammen mit ihrem Mann William, einem einflussreichen Polizeioffizier, und ihrer Tochter Elizabeth lebt sie ein beschauliches Leben. Aber dennoch – etwas fehlt. Als ihre Jugendliebe Tom aus dem Gefängnis entlassen wird und den Kontakt zu ihr sucht, weiß sie auch, was sie vermisst hat. Kopflos und voller neuer Lebenslust lässt sie sich auf ein Abenteuer ein – nicht ahnend, dass sie bald mit einem schweren Schicksalsschlag dafür bezahlen muss …

Meine Meinung: 

 Als ich auf lovelybooks.de auf das Buch aufmerksam wurde und mir den Inhalt durchgelesen habe, musste ich das Buch einfach haben. Der Kurzinhalt macht Lust auf mehr und das Cover des Buches ist wirklich wunderschön! 
Nach einigen Tagen wurde ich von lovelybooks.de angeschrieben und durfte mich zu eine der Glücklichen zählen, die bei der Leserunde zum Buch mitmachen dürfen :)
Der Einstieg in das Buch war flüssig und leicht, da der Schreibstil wirklich sehr einfach ist. Die Charaktere in dem Buch werden toll beschrieben und für einige Personen entwickelt man nach einiger Zeit Sympathie und Mitgefühl. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass auch die Nebenpersonen tolle, spannende Charaktere sind, die sich alle weiterentwickeln.
Nach der Vorstellung der einzelnen Personen und baut sich langsam der Spannungsbogen auf. Zwei Morde geschehen, die Polizei jedoch tappt im Dunkeln. Hinzu kommt, dass Annies Jugendliebe Tom aus dem Gefängnis entlassen wird und er nach dem ersten Mord sofort als Verdächtiger gehandelt wird, obwohl der stark seine Unschuld beteuert.
Besonders Annie gefiel mir im Buch super. Ich konnte mit ihr mitfühlen, ihre wachsende Einsamkeit im Haus, ihre immer stärker werdende fehlende Liebe und Zuneigung zu ihrem Mann William, ihre Verzweiflung.
Auf den letzten 100 Seiten konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es wurde immer spannender, immer mehr merkwürdige Dinge geschahen und immer mehr Fragen wurden aufgeworfen.
Von dem Ende und das Auflösen des Mörders war ich schockiert, da ich niemals mit dieser einen Person gerechnet hätte. 


Fazit: 

 Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, da es so spannend war. Wer auf ein packendes, atemberaubendes und fesselndes Familiendrama, das im schönen South Yorkshire spielt, steht, sollte sich unbedingt "Das Flüsterhaus" von Lesley Turney zulegen! 

Ich gebe "Das Flüsterhaus" 5 von 5 Sternen.


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Rezension: Ursula Poznanski - Saeculum

Eckdaten:

Titel: Saeculum
Originaltitel: Saeculum
Autor/in: Ursula Poznanski
Genre: Thriller
Seitenzahl: 493
 Verlag: Loewe
Preis: 14,95€
 

Inhalt: 

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald? 

Meine Meinung: 

Mein erstes Buch von Ursula Poznanski vor "Saeculum" war "Erebos", welches ich mit seinen 488 Seiten binnen zwei Tagen duchgelesen habe, da es mich so gefesselt hat. Mit "Saeculum" erging es mir nicht anders. Ursula Poznanski hat sich rund ein Dutzend super Charaktere ausgedacht, die alle total glaubwürdig erscheinen und einige, die einem wirklich sympathisch sind/werden und sogar ans Herz wachsen. Die Geschichte klang schon bei der Beschreibung super spannend, und das sollte sich auch bewahrheiten. Der Einstieg fiel mir persönlich ein wenig schwer, doch dies war spätestens nach den ersten 80 Seiten aus der Welt geschafft, und ich konnte mich voll und ganz auf diese super spannend erzählte Geschichte einlassen. 
Während der Seiten 100-400 konnte ich das Buch kaum aus der Hand gelegen, so spannend war es. Poznanskis Schreibstil ist einfach super, es lässt sich alles total flüssig lesen, was mir auch vorher schon in "Erebos" aufgefallen ist.
Vom Ende war ich leider ein wenig enttäuscht. Ich hatte vorher schon erfahren, dass "Saeculum" eine unvorhersehbare Wendung nimmt, und das hat es auch, nur leider gefiel mir diese Wendung absolut gar nicht, da hätte ich definitiv mehr erwartet (will jetzt aber auch nichts verraten, falls ihr es noch nicht gelesen habt). Deshalb gibt es einen kleinen Punktabzug.

Fazit:

Eine überaus spannende Geschichte mit absolutem Suchtpotenzial, tollen Charakteren und unvorhersehbarem Ende. Letzteres gefiel mir persönlich jedoch nicht so gut.

Ich gebe Saeculum 4,5 von 5 Sternen.
 

Rezension: James Frey - Endgame

Eckdaten:

Titel: Endgame - Die Auserwählten
Originaltitel: Endgame - The Calling
Autor/in: James Frey
Genre: Fantasy, Dystopie
Seitenzahl: 592
 Verlag: Oetinger
Preis: 19,99€

Inhalt:

 Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.

Meine Meinung: 

Ich bin, wie viele andere, durch die grandiose Marketing-Strategie dieses Buches auf ENDGAME aufmerksam geworden. Da ich auf Dystopien stehe, sich die Geschichte sehr interessant anhörte (erinnerte mich an Panem) und mich das goldene Cover ebenfalls begeisterte, legte ich mir das Buch zu. Ich muss ehrlich sagen, 19,99 € finde ich, selbst für ein Hardcover, ganz schön viel, aber naja, ich wollte dieses Buch unbedingt lesen :)
Die ersten 100 Seiten bestanden hauptsächlich aus der Vorstellung der 12 einzelnen Spieler, so richtig fesselnd war es jedoch nicht. Ab Seite 100 nahm die Geschichte dann an Fahrt auf und konnte mich wirklich begeistern, den Schreibstil fand ich auch ganz angenehm. Was mich jedoch das ganze Buch über störte:
1) Auf fast jeder Seite wurde jemand verletzt/verwundet/getötet
2) Ich konnte wirklich zu keinem Spieler eine echte "Verbindung" aufbauen, mich in sie hineinfühlen, und das sollte ein gutes Buch für mich schon können. Bei manchen Charaktern war ich regelrecht genervt, wenn mal wieder aus ihrer Sicht geschrieben wurde und konnte manche Entscheidungen auch nicht nachvollziehen. :/
Gegen Ende des Buches wurde es zwar nochmal richtig spannend, doch mit dem eigentlichen Ende bin ich ebenfalls nicht wirklich zufrieden. Das Ende ging mir irgendwie zu schnell, es schien fast so, als wolle der Autor die Geschichte schnellstmöglich aus Zeitdruck etc. beenden. Ebenso kam wirkliche "Tiefe" im Buch ebenfalls nicht auf, es war alles sehr oberflächlich geschrieben.
Mal ganz abgesehen von den Krypta-Rätseln, die mich während des Lesens mehr verwirrten als alles andere :D Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich von Anfang an nicht auf das Preisgeld, sondern allein auf die Geschichte scharf war.
Leider konnte mich das Buch aus oben Genanntem nicht wirklich überzeugen, obwohl ich einige Szenen doch sehr spannend fand.  

Fazit: 

Die Idee des Buches gefällt mir wirklich gut, genau wie das Cover, die Umsetzung überzeugte mich leider nur teilweise, was hauptsächlich an den einzelnen Charakteren und der oberflächlichen Storyline lag. Ich erlebte zwar einige spannende Momente während des Lesens, ein zweites Mal würde ich zu dem Buch aber wahrscheinlich nicht greifen.

Ich gebe ENDGAME 3 von 5 Sternen

Samstag, 11. Oktober 2014

Herzlich Willkommen!



Hallo ihr Lieben!

Ich habe mich jetzt auch mal entschieden, einen Blog zu starten. Es wird hier hauptsächlich um Bücher, meine große Leidenschaft, gehen - das heißt: Rezensionen, Neuzugänge, Tags, Lesemonate etc.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr hier ab und zu mal vorbeischaut :-)


Bis zu meinem nächsten Post,
eure zeilenverliebt


P.S. folgt mir gerne auch auf Instagram: zeilenverliebt

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