Montag, 30. November 2015

Rezension: Ursula Poznanski & Arno Strobel - Fremd

Eckdaten:

Titel: Fremd
Originaltitel: Fremd
Autor/in: Ursula Poznanski und Arno Strobel
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400
 Verlag: Wunderlich (Rowohlt)
Preis: 16,99 € (Broschiert)
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Bewertung:
http://www.alles-zu-fuss.de/media/4_sterne.png 
 
 

Inhalt:  

  Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?

Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?

Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...
 
 

Meine Meinung:

Ursula Poznanski und Arno Strobel haben zusammen einen (Psycho-)Thriller geschrieben? Waaas?! Wenn zwei meiner liebsten Autoren sich zusammenschließen und ein gemeinsames Buch schreiben, dann ist es klar, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss - ganz egal, worum es geht.
Bei diesem Thriller hatte ich jedoch das Glück, dass zusätzlich zu dieser genialen Autorenkombination auch der Klappentext super spannend klang. Zwar hatte ich schon mal ein Buch mit einer ähnlichen Thematik gelesen, doch dies störte mich nicht und ich war einfach unheimlich gespannt, welche Geschichte diese beiden Autoren da geschaffen haben.
Der Einstieg in das Buch war dann leider ziemlich ernüchternd. Die Protagonisten sind Joanna und Erik, die ein vermeintliches Ehepaar darstellen. Wie oben schon im Inhalt beschrieben, kann sich jedoch Joanna eines Abends, als Erik nach Hause kommt, nicht an Erik erinnern, nimmt ihn als Eindringling, als einen Fremden, wahr.
Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Joanna und Erik beschrieben. Obwohl beide so einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben geben, blieben die beiden Charaktere in meinem Kopf leider doch ziemlich blass. Gestört hat mich anfangs auch, dass viele Szenen aus beiden Sichten erzählt wurden. Dies störte den Lesefluss enorm und nahm so auch leider die Spannung, da man ja schon genau wusste, was passiert - nur noch einmal aus einer anderen Perspektive erlebt. Dies änderte sich jedoch zum Glück im Laufe des Buches. 
Mit der Zeit werden weitere wichtige Charaktere in die Geschichte eingeführt und viele mysteriöse Geschehnisse häufen sich. Man fragt sich als Leser die ganze Zeit: wie hängt das alles miteinander zusammen? Was geht da vor sich? Und vor allem: Wem kann man wirklich trauen, Joanna oder Erik?
Während sich die beiden Hauptcharaktere am Anfang nicht über den Weg trauen, so schweißen sie die gemeinsamen Erlebnisse, die sie während des Buches erleben, immer mehr zusammen, und gegen Ende des Buches sind sie wirklich ein eingespieltes Team.
Wie ich schon geschrieben habe, gefiel mir der Start in das Buch leider nicht so gut - es war kaum Spannung vorhanden, und die Handlung plätscherte so vor sich hin.
Dies änderte sich extrem auf den letzten 120 Seiten - auf einmal überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird enorm spannend und sogar ziemlich actionreich.
Gemeinsam mit Joanna & Erik finden wir so als Leser immer mehr heraus, was/wer wirklich hinter der ganzen Sache steckt. Obwohl ich schon am Anfang einen Verdacht hatte und der sich dann auch noch bestätigte, so war ich doch gegen Ende sehr überrascht, da ich mit der Auflösung so nicht gerechnet hatte.
Die Idee hinter dem Buch ist auf jeden Fall mal was ganz anderes, das hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil im Buch ist sehr leicht, das Buch ließ sich super flüssig lesen, was hauptsächlich an sehr kurzen Sätzen und Kapiteln lag.


Fazit:

  Nach einem eher schwachen Start mit blassen Charakteren, nahm "Fremd" mit der Zeit gewaltig an Fahrt auf und konnte mich dann letztendlich mit einem actionreichen, super spannenden Ende und sehr farbigen, gut gestalteten Protagonisten überzeugen.
Die Idee des Buches ist innovativ und neu und wurde sehr gut ausgearbeitet, ich hatte nicht damit gerechnet.
Mir hat die Autorenkombination Ursula Poznanski + Arno Strobel sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn die beiden sich erneut zusammenschließen würden!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

4 Sterne für "Fremd"!

Montag, 23. November 2015

Rezension: Monica Murphy - Together forever: Verletzte Gefühle

Eckdaten:

Titel: Together forever - Verletzte Gefühle
Originaltitel: Three broken promises
Autor/in: Monica Murphy
Genre: Young Adult
Reihe: Band 3
Seitenzahl: 368
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
Bewertung:
https://liveyourlifewithbooks.files.wordpress.com/2014/09/3-sterne.jpg?w=300&h=101


Inhalt:  

 "Ich liebe Colin wie wahnsinnig, aber es haben zu viele Dämonen von ihm Besitz ergriffen. Wenn er sich mir jetzt nicht öffnet, wird er niemals der Richtige sein und der Partner, den ich brauche. Ich habe ihm einen Monat Zeit gegeben, aber jetzt gehe ich. Wenn es wirklich stimmt, wie sehr er mich liebt: Er weiß, wo er mich finden kann."


Meine Meinung:

"Verletzte Gefühle" ist der nunmehr dritte Teil der "Together forever"-Reihe von Monica Murphy. Die ersten beiden Teile der Reihe mit den Protagonisten Drew und Fable haben mir wirklich gut gefallen, da sie mal etwas anderes waren als andere YA-Bücher und mich gut unterhalten konnten.
In "Verletzte Gefühle" geht es nun erstmals nicht mehr um Drew und Fable, sondern um Jen und Colin. Die beiden haben wir bereits im zweiten Teil kennengelernt, auf der einen Seite Colin als Chef des Restaurants, in dem Fable arbeitet; auf der anderen Seite Jen als Fables Arbeitskollegin und Colins Angestellte.
 Ich fand die beiden schon im zweiten Teil als Charaktere recht spannend und hab mich deshalb sehr auf den dritten Teil gefreut.
Der Schreibstil war wie immer sehr einfach gehalten und die Kapitel wie gewohnt relativ kurz, was ein schnelles Lesen ermöglichte.
Die Kapitel sind abwechselnd aus Jens und aus Colins Sicht, weshalb wir die beiden und ihre Gefühlswelt sehr gut kennenlernen. Mit der Zeit merkt man als Leser, dass beide Protagonisten viele, teils heftige Probleme mit sich herumtragen, beide darunter sehr leiden und sich dem Anderen jeweils nicht wirklich öffnen können.
Beiden ist eigentlich klar, dass sie in den anderen verliebt sind, aufgrund ihrer privaten Probleme bzw. ihrer Vergangenheit können sie dies aber nicht zugeben.
 Und genau das fand ich beim Lesen echt störend. Ich konnte manche Handlungen von Jen & Colin einfach nicht verstehen. Beide sind erwachsen und benehmen sich manchmal wirklich absolut kindisch. Es hat mich wirklich aufgeregt, dass beide zu stur und zu eigenwillig sind, um über ihre Probleme zu sprechen und sie dann gemeinsam zu lösen.
 Aus diesem Grund konnte ich, obwohl Jen & Colin in ihren eigenen Kapiteln sehr in ihre Gefühlswelt blicken lassen, keine Beziehung zu ihnen aufbauen.
Es hat mich einfach zu sehr gestört, dass sich dieses Hin und Her der beiden durch das ganze Buch zieht und sie sich für mich nicht ihrem Alter angemessen verhalten.
Weiterhin habe ich Drew & Fable wirklich vermisst. Zwar kamen die beiden immer mal wieder im Buch vor, jedoch immer nur am Rande.
Auch in "Verletzte Gefühle" gibt es viele prickelnde Szenen, auch definitiv mehr als bei Drew & Fable. Diese Szenen kann die Autorin Monica Murphy wirklich gut schreiben.
Das Ende des Buches und die Auflösung der Dinge kam mir leider viel zu abrupt und zu schnell und erschien deshalb leicht unrealistisch, fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Fazit:

  Leider wurde ich mit den Protagonisten Jen & Colin einfach nicht warm. Die Probleme, die sie mit sich herumtragen, sind zwar deutlich schwerwiegender als die von Drew & Fable (Band 1 und 2), jedoch geben sich Jen und Colin sehr stur und fressen lieber alle Probleme in sich hinein, als sie zu klären. Das fand ich als Leser irgendwann ziemlich nervtötend - leider.
Ich denke jedoch, dass ich dem 4. Teil aus der Reihe (erscheint am 14. Dezember 2015) trotzdem noch eine Chance geben werde.
 
Vielen Dank an den Heyne Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Rezension: Senta Richter - Opus: Die Begegnung

Eckdaten:

Titel: Opus - Die Begegnung
Originaltitel: Opus - Die Begegnung
Autor/in: Senta Richter
Genre: Drama, Fantasy
Seitenzahl: 450
 Verlag: Self-published
Preis: 11,95 € (Taschenbuch)
Bewertung:
http://marawinter.de/wp-content/uploads/2015/10/5-Sterne.png

 

Inhalt: 

Bist du bereit, für eine aussichtslose Liebe alles zu riskieren? 
 »Man sieht sich immer zweimal im Leben«, prophezeit Marie ihrer besten Freundin. »Quatsch!«, widerspricht Ludmilla. »Darauf kann ich gut verzichten. Der Typ hat definitiv einen Dachschaden.« Kurze Zeit später stößt sie jedoch schon wieder mit dem arroganten wie anziehenden Abel zusammen. Seine grünen Eisaugen bringen sie vollkommen durcheinander. Aber warum macht er so ein Geheimnis aus seiner Herkunft? Von wem wird er verfolgt? Und welche Bedeutung hat das merkwürdige Tattoo auf seiner Brust? Die Wahrheit sprengt die Grenzen ihrer Vorstellungskraft – und bringt nicht nur sie selbst in große Gefahr.


Meine Meinung:

Als die Autorin Senta Richter mich anschrieb und mich fragte, ob ich ihren Debütroman lesen und rezensieren möchte, war ich sofort neugierig und las mir schnell den Klappentext durch. Nachdem ich dies getan hatte, war mir klar: Dieses Buch musst du lesen! Mal ganz zu schweigen von diesem wunderschönen Cover, das mir wirklich von Anfang an super gefallen hat :)
Der Einstieg in die Geschichte rund um Ludmilla und Abel fiel mir wirklich leicht. Senta Richter hat einen tollen locker-flockigen Schreibstil, der es einem angenehm machte, das Buch zu lesen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge - nicht zu lang, nicht zu kurz, also genau richtig.
Unsere Protagonistin Ludmilla (auch Mila genannt) war mir schon von Anfang sehr sympathisch, ich konnte mich an vielen Stellen sehr gut mit ihr identifizieren. Ich konnte mir sie in meinem Kopf sehr lebhaft vorstellen, da sie so gut ausgearbeitet wurde, sie blieb einfach nicht blass. Ähnlich erging es mir mit ihrer besten Freundin Marie sowie dem geheimnisvollen männlichen Protagonisten Abel.
Milas und Abels Wege treffen sich während des Buches auf geheimnisvolle Weise immer wieder, und wie auch Mila fühlte man sich als Leser stets magisch angezogen von Abel. Wieso verhält er sich manchmal so komisch? Was für ein Geheimnis trägt er mit sich herum? Wieso wirkt er manchmal so abstoßend?
Auch Mila fragt sich das verständlicherweise und im Laufe der Geschichte erfahren wir als Leser, genau wie Mila, häppchenweise, was es mit dem mysteriösen Abel auf sich hat, wieso er sich so gibt wie er sich eben gibt.
Mit Abels Geheimnis (ich werde natürlich nicht spoilern, welches das ist) hätte ich so nicht gerechnet. Ich hab die ganze Zeit gerätselt und mir Gedanken gemacht, doch auf die Auflösung bin ich nicht gekommen. Ich fand die Idee wirklich gut, etwas Ähnliches habe in dieser Form noch nicht gelesen. Man hat wirklich gemerkt, wie sich die Autorin viele Gedanken über das Thema gemacht und die Idee gut ausgearbeitet hat.
Gegen Ende des Buches wird es nochmal sehr spannend und auch actionreich. Insgesamt hatte ich jedoch an keiner Stelle des Buches das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorankommt oder dass es gar langweilig ist.
 Das Buch endet mit einem gewaltigen und, das muss ich wirklich zufrieden, superfiesen Cliffhanger. Das schreit auf jeden Fall nach einem zweiten Teil! Zum Glück habe ich erfahren, dass Senta Richter bereits an Teil 2 arbeitet und kann es jetzt schon gar nicht mehr erwarten :)


Fazit:

  Senta Richter legt mit "Opus - Die Begegnung" einen absolut atemberaubenden Debütroman vor, der mit unglaublich lebhaften, farbigen Charakteren und einer originellen Idee daherkommt! Man fühlt sich einfach wohl in ihrem Buch und Mila & Abel wachsen einem unglaublich ans Herz. Ein absoluter Geheimtipp von mir! Ich hoffe, dass Buch kriegt noch die Beachtung, die es definitiv verdient! :)
Klare 5 Sterne!

Vielen Dank auch an Senta Richter für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und den freundlichen Kontakt.

Mittwoch, 11. November 2015

Rezension: Charlotte Link - Die Betrogene

Eckdaten:

Titel: Die Betrogene
Originaltitel: Die Betrogene
Autor/in: Charlotte Link
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 640
 Verlag: blanvalet
Preis: 9,99 € (Broschiert)
Link: Klick hier!
Bewertung: 

 

Inhalt: 

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Meinung:

Endlich ein neuer Roman von Charlotte Link! Das dachte ich mir als erstes, als ich auf "Die Betrogene" aufmerksam wurde. Mal ganz abgesehen von diesem wunderschönen Cover (wer hätte es auch anders erwartet?!) klang auch der Klappentext mal wieder sehr verlockend. 
Wie wir es von Frau Link gewohnt sind, fällt der Einstieg in das Buch wieder einmal sehr leicht. Man fällt als Leser direkt mittendrin in das Geschehen und kommt so schnell erstmal nicht mehr vom Buch weg. 
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und einfach, die relativ kurzen Kapitel mit den sich jeweils ändernden Erzählern sorgen für eine gelungene Abwechslung.
Sehr typisch ist außerdem für jeden Roman von Link, wie eben schon erwähnt, viele unterschiedene Sichtweisen, Protagonisten und Handlungsstränge, die gegen Ende alle logisch zusammengeführt und vernetzt werden.
So lernen wir als Leser zum Beispiel die Polizistin Kate Linville kennen, die gemeinsam mit dem Detective Caleb Hale in dem Kriminalfall rund um ihren grausam vermorderten Vater ermittelt. Im Laufe der Geschichte tauchen Schritt für Schritt weitere Mordopfer auf, die alle in gewisser Weise mit Kates Vater verbunden sind.
Auf der anderen Seite wird die Geschichte rund um den Drehbuchautor Jonas Crane und seiner Familie erzählt. Jonas Crane sucht, um einem drohenden Burn-Out zu entgehen, die Abgeschiedenheit eines abgelegenen Anwesens im Hochmoor sucht. 
Die beiden voneinander unabhängigen Handlungsstränge werden in dem Sinne dann miteinander vernetzt, indem der vermutliche Mörder von Kates Vater eine abgeschiedene Zuflucht sucht und damit die Familie Crane in Gefahr bringt.
Während das Buch, das muss ich ehrlicherweise zugeben, gerade zu Beginn und in der Mitte leider ziemlich an Spannung schwächelt, machen dies die intensiven, farbigen Charakterbeschreibungen und die ebenfalls sehr detailreichen Landschaftsbeschreibungen dies größtenteils wieder wett (dafür hat Charlotte Link wirklich ein Talent, das ist unumstritten!).
Genervt hat irgendwann aber schon, dass alles so extrem ausführlich beschrieben wurde. So nahm die Geschichte einfach nicht genug an Fahrt auf und plätscherte, ebenso wie die Ermittlungen, so vor sich hin. 
Erst ab den letzten 100 Seiten wurde die Geschichte rund um Kate und die Familie Crane dann nochmal so richtig spannend. Die eigentliche Auflösung hatte ich so zwar nicht kommen sehen, fand ich dann letztendlich aber doch ziemlich schnell abgewickelt und teilweise auch an den Haaren herbeigezogen, was sehr schade war.


Fazit:

  "Die Betrogene" lebt mal wieder von gut ausgearbeiteten, tiefgründigen Charakteren, die dem Buch definitiv eine gewisse Tiefe geben. Leider zieht sich das Buch aber ziemlich hin und wird erst im letzten Sechstel so richtig spannend, vorher plätschert die Geschichte nur so vor sich hin und es passiert nicht wirklich etwas.
Die Auflösung des Falles war für mich leider zu sehr an den Haaren herbeigezogen und kam für mich persönlich zu schnell, was das Ganze einfach sehr unrealistisch machte.
Trotzdem ist das Buch für alle Krimi-Liebhaber auf jeden Fall zu empfehlen und verspricht definitiv Unterhaltung, gehört aber nicht zu den besten Romanen von der Autorin.

Herzlichen Dank an den blanvalet-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich gebe "Die Betrogene" 3,5 von 5 Sterne.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Rezension: Carla Buckley - Mondscheinjunge

Eckdaten:

Titel: Mondscheinjunge
Originaltitel: The Deepest Secret
Autor/in: Carla Buckley
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 480
 Verlag: Goldmann
Preis: 14,99 € (Broschiert)


Inhalt: 

"Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber noch immer weiß er nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen – denn er kann nur leben, wenn es dunkel ist. Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu und kann sogar tödlich sein. Er verbringt seine Tage in einem verschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift. Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter, die sich unermüdlich um sein Wohlergehen kümmert, scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Was war in dem sonst so ruhigen Wohnviertel passiert, dass Amy nicht mehr nach Hause zurückkehrte? Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt …"

Meine Meinung:

Auf das Buch wurde ich zuallererst wegen des wirklich schön gestalteten Covers aufmerksam, es wirkt wirklich geheimnisvoll und düster. Auch der Klappentext sprach mich wirklich an, da ich noch kein Buch mit dieser Thematik, sprich Tylors seltener Krankheit, gelesen habe.
Der Einstieg in das Buch fiel ziemlich leicht. "Mondscheinjunge" ist aus der Sicht diverser Personen geschrieben, die in dem Buch eine tragende Rolle spielen. So melden sich abwechselnd Tylor selbst, seine Mutter oder sein Vater aus ihrer Sicht zu Wort und geben einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Der Schreibstil ist durchgehend sehr flüssig, das Buch ließ sich aufgrund vieler kurzer, prägnanter Sätze leicht lesen.
Ich fand es wirklich interessant, etwas über Tylors Krankheit zu erfahren. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, da wirklich ausgiebig und ausführlich über diese Krankheit berichtet wurde. Ich war als Leser teilweise richtig geschockt, wie eingeschränkt Tylor in seiner Lebensweise ist, so muss er beispielsweise selbst nachts, wenn er auf seinen Streifzügen durch die Nachbarschaft ist, aufpassen, dass ihn keine Autolichter blenden, da er sich sonst lebensgefährliche Verbrennungen zuziehen könnte.
 Bezüglich des Verschwinden des Nachbarkindes Amy erfährt der Leser schon auf den ersten 50 Seiten, was wirklich geschah und somit begleitet man die vielen Protagonisten fast während des gesamten Buches dabei, den Täter zu entlarven.
 An dieser Stelle würde ich gerne den größten Kritikpunkt äußern: Von einem "Spannungsroman" zu sprechen, wird dem Roman meiner Meinung nach einfach nicht gerecht. Ich habe "Mondscheinjunge" als ein gewaltiges Familiendrama empfunden, aber definitiv nicht als ein großartig spannendes Buch, und wenn, dann eher mit einer sehr subtilen Spannung.
Erst auf den letzten 50-70 Seiten kommt so richtig Fahrt in die Geschichte, auf einmal überschlagen sich die Geschehnisse. 
Auf den restlichen Seiten passiert um ehrlich zu sein nicht wirklich etwas. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, man begleitet Taylor, wie er nachts viel über seine Nachbarn herausfindet und dies mit seinem Fotoapparat festhält.
  Gut fand ich jedoch die Charakterausarbeitungen. Fast alle Charaktere in diesem Buch wurden sehr gut ausgearbeitet und hatten eine gewisse Tiefe. Auch konnte man sich in jeden Protagonisten in gewisser Weise hineinfühlen und entwickelte eine Empathie.


Fazit:

  Leider hatte ich mir von "Mondscheinjunge" etwas anderes erhofft. Statt einem spannenden Psychothriller bekommt man als Leser ein (jedoch gut ausgearbeitetes und ausgeklügeltes) Familiendrama mit vielen Emotionen, die in einem großen Showdown enden. Gut hat mir gefallen, dass man sich in jeden Protagonisten sehr gut hineinversetzen konnte. Auch ließ sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen.

Ich danke dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Ich gebe "Mondscheinjunge" 3,5 von 5 Sterne.

Montag, 12. Oktober 2015

Rezension: Stephen King - Finderlohn

Eckdaten:

Titel: Finderlohn
Originaltitel: Finders Keepers
Autor/in: Stephen King
Genre: Krimi, Thriller
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 544
 Verlag: Heyne
Preis: 22,99 € (Hardcover)
Link: Klick hier!
 
 

Inhalt: 

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?
 
 

Meine Meinung:

"Finderlohn" ist der Nachfolger von "Mr. Mercedes" und somit der zweite Teil in der Bill Hodges-Trilogie von Stephen King. Vorab: Ich habe "Mr. Mercedes" nicht gelesen, denke aber, dass man "Finderlohn" auch sehr gut als alleinstehenden Band betrachten kann. Man könnte eventuell aber darüber gespoilert werden, was in "Mr. Mercedes" teilweise so passiert ist.
Allein das Cover von "Finderlohn" hat mich schon absolut in seinen Bann gezogen. Es besticht, passend zu den anderen King-Büchern aus dem Heyne Verlag, mit einem einfachen, aber doch sehr einprägsamen Design.
Der Einstieg in das Buch fiel mir persönlich leider nicht so leicht. Gleich zu Beginn werden viele verschiedene Personen vorgestellt, die teilweise auch noch in beiden Zeitebenen agieren. Da kann man als Leser schnell mal durcheinander kommen. 
Doch das ist bei King eben nicht untypisch, genau wie die Beschreibung der jahrelangen Entwicklung eines oder mehreren Protagonisten. Damit sollte man als Leser keine Probleme haben, Kings Romane sind eben nicht die ganze Zeit super spannend. King setzt stets darauf, seine Charaktere dem Leser so nah wie möglich zu bringen, so gewinnen seine Bücher nur langsam an Spannung, dafür lässt sich bei den Protagonisten eine große Charaktertiefe finden.
"Finderlohn" spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, im Mittelpunkt stehen dabei zum Einen Morris Bellamy, der in den Siebzigern den berühmten Autor John Rothstein ermorderte, danach aber wegen eines anderen Vergehens im Gefängnis landete.
 Die Leser begleiten Bellamy über 33 Jahre hinweg, bis dieser auf Bewährung frei kommt und sich auf die Suche nach seinen zuvor versteckten Notizen des ermordeten Autors macht.
Die andere Zeitebene spielt von 2010-2014 und begleitet den engagierten Schüler Pete Saubers, der durch Zufall die versteckte Beute von Bellamy findet.
Nach und nach entsteht so ein verzwicktes Katz und Maus-Spiel, zu dem ab Mitte des Buches noch der Ermittler Bill Hodges mit seinem Team dazustößt. King schafft es mal wieder geschickt, viele verschiedene Handlungsstränge gegen Ende in einem fulminanten Ende zusammenlaufen zu lassen. Dabei spielen Personen, denen man am Anfang keine große Rolle zugetraut hätte, letztendlich doch eine wichtige Rolle.
 Hatte das Buch doch ziemlich langsam begonnen, so nahm es ab dem letzten Drittel dann wirklich rasant an Fahrt auf und wurde zum Teil auch ziemlich blutig (also nichts für schwache Nerven! ;)). 
Es geht in "Finderlohn" primär nicht darum, den Killer endlich zu fassen, viel mehr steht dieses Katz und Maus-Spiel im Vordergrund. Ich fand es sehr interessant, einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt eines kaltblütigen Mörders zu bekommen. Aber auch Pete Saubers' Kapitel waren für mich sehr interessant zu lesen.


Fazit:

  "Finderlohn" konnte mich durch seine interessanten, typisch King sehr gut ausgemalten und farbigen Charakteren und einer interessanten Story wirklich in den Bann ziehen. Der Leser sollte keinen großen Spannungs- oder gar Horror-Roman erwarten, denn das wird er in "Finderlohn" definitiv nicht finden. Die Story hat mir aber gut gefallen, auch die Einblicke in die Gedankenwelt der verschiedenen Charaktere fand ich gelungen.

Ich danke dem Heyne Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Ich gebe "Finderlohn" 4 von 5 Sterne.


Samstag, 3. Oktober 2015

Rezension: Monica Murphy - Together Forever: Zweite Chancen

Eckdaten:

Titel: Together forever - Zweite Chancen
Originaltitel: Second chance boyfriend
Autor/in: Monica Murphy
Genre: Young Adult
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 368
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)


Inhalt: 

Die Geschichte um Faible und Drew geht weiter ...
 "Wenn ich Faible doch nur überreden könnte, mir eine zweite Chance zu geben! Dann würden sie und ich uns beide nicht mehr so verloren fühlen. Wir könnten zusammenfinden. Für immer."
 
 

Meine Meinung:

"Together forever - Zweite Chancen" ist der zweite Teil der Young-Adult-Reihe rund um Faible & Drew. Unsere beiden Protagonisten haben wir schon in Teil eins sehr gut kennengelernt, Band zwei setzt wenige Zeit später nach dem Ende vom ersten Teil ein.
Wie auch in Teil eins wird die Geschichte einerseits aus der Sicht von Drew, andererseits von Faible erzählt. Dies lässt den Leser tief in die Gefühle und die Seelen der beiden blicken. Neu im zweiten Teil ist, dass auch Drews Stiefmutter Adele im Buch ihre eigenen Kapitel hat. Das fand ich zum Einen sehr erfrischend, zum Anderen unheimlich interessant. Ich finde, dass Adele eine auf ihre Weise durchaus sehr faszinierende Person ist. Aus diesem Grund fand ich es interessant, auch mal in ihre Gefühlswelt sehen zu können.
Ebenfalls lassen sich auch in "Zweite Chancen" wieder die typischen Zitate an den Kapitelanfängen finden, was mir sehr gefallen hat.
Zunächst begleiten wir Drew und Faible dabei, wie sie versuchen, nach dem großen Streit, der am Ende von Band eins stattgefunden hat, wieder mit ihrem Leben weiterzumachen. Wir als Leser begleiten zum Beispiel Faible dabei, wie sie eine gutbezahlte Stelle in einem noblen Restaurant angeboten bekommt. Drew muss sich weiterhin mit den Problemen seines Vaters und dadurch auch mit Adele herumschlagen.
Im Laufe der Geschichte werden dann einige neue Personen eingeführt, die alles nochmal sehr aufgefrischt haben. So lernen wir zum Beispiel den geheimnisvollen Restaurantbesitzer Colin kennen. Wieso bietet er Faible einfach so einen gutbezahlten Job an, obwohl sich die beiden gar nicht kennen? 
Ebenfalls eingeführt wird die quirlige Jen, eine Arbeitskollegin von Faible.
Schritt für Schritt kommen sich Drew und Faible im Laufe der Geschichte dann immer wieder näher und alles scheint absolut perfekt, es könnte nicht besser laufen.
Der Schluss hat mich dann nochmal komplett weggehauen. Man hat absolut nicht mit einer so krassen Wendung gerechnet, nachdem das Buch die ganze Zeit über so harmonisch und einfach schön geschrieben war. Auf den letzten 20 Seiten habe ich mich regelmäßig dabei erwischt, atemlos eine Seite nach der anderen gelesen zu haben. 
Kurzzeitig war ich echt geschockt, finde das Ende aber im Nachhinein absolut gerechtfertigt und für die Geschichte auch passend.
 Das Buch ließ sich, wie sein Vorgänger auch, super leicht und locker flockig weglesen. Die Kapitel sind abermals relativ kurz, sodass man sehr schnell durch das Buch kommt. Natürlich lassen sich auch in "Zweite Chancen", ganz dem Genre entsprechend, auch wieder viele prickelnde, heiße Szenen finden, die die Geschichte zwischendurch mal wieder auflockern.
 
 

Fazit:

  Leider ist die Geschichte rund um Drew und Faible mit diesem zweiten Band abgeschlossen. Mir hat ihre Geschichte insgesamt wirklich sehr gut gefallen, weil es mal eine andere Young-Adult-Geschichte war. Mit der unerwarteten Wendung gegen Ende habe ich persönlich überhaupt nicht gerechnet, und genau das hat das Buch für mich nochmal sehr aufgewertet.
Die "Together forever"-Reihe ist für Drew und Faible nun zuende, doch es ist bereits ein dritter Teil aus der Reihe erschienen - diesmal geht es jedoch um Colin und Jen. Da mir der Schreibstil von Monica Murphy sehr gut gefällt und Drew & Faible auch "Gastauftritte" haben sollen, werde ich mir den dritten Teil auch auf jeden Fall zulegen.
Ich kann "Zweite Chancen" und auch seinen Vorgänger "Total verliebt" für alle Young Adult-Liebhaber nur empfehlen!
 
Ich danke dem Heyne-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.
 
Ich gebe "Together Forever: Zweite Chancen" 4,5 von 5 Sterne.

Freitag, 18. September 2015

Rezension: Monica Murphy - Together forever: Total verliebt

Eckdaten:

Titel: Together forever - Total verliebt
Originaltitel: One week girlfriend
Autor/in: Monica Murphy
Genre: Young Adult
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 272
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!

Inhalt: 

Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer.

Meine Meinung:

"Together forever - Total verliebt" ist der Auftakt der herzzerreißenden YA-Reihe rund um Drew und Fable, geschrieben von Monica Murphy.
Die Geschichte ist einzigartig und wirklich interessant: der begehrte Footballstar Drew bittet die schöne Fable darum, für eine Woche seine Freundin zu spielen und mit ihm seinen Vater und seine Stiefmutter Adele zu besuchen. Dies alles passiert gegen eine hohe Bezahlung, die Fable aufgrund ihrer Geldprobleme sehr gelegen kommt.
Klingt auf jeden Fall wirklich spannend für den Leser. Man fragt sich natürlich automatisch zu Beginn: wieso soll Fable Drews Freundin spielen? Aus welchem Grund?
Mit der Zeit lernen wir die beiden immer besser kennen und als Leser spürt man sofort, dass eine gewisse Chemie zwischen den beiden herrscht, die man nicht abstreiten kann. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Drew und Fable erzählt, sodass man einen guten Einblick in deren Gefühlswelt erhält. An jedem Kapitelanfang steht ein kurzes Zitat einer unbekannten Person oder einer Berühmtheit, das sehr gut zur Geschichte passt. Das hat mir wirklich gut gefallen :)
Mit der Zeit auch immer mehr Geheimnisse rund um Drew ans Tageslicht. Wieso reagiert Drew in gewissen Situationen so komisch? Wieso ist er auf einmal so distanziert?
Fable versucht, diesen Geheimnissen auf die Schliche zu kommen und findet immer mehr über Drews tragische und traurige Vergangenheit heraus.
Mir als Leser war schon relativ schnell klar, welches große Geheimnis Drew mit sich herumträgt, weil es im Buch sehr viele Andeutungen dazu gibt. Dennoch fand ich es trotzdem spannend, es nach und nach gemeinsam mit Fable herauszufinden.
 Mir waren die ganze Zeit über Drew und auch Fable sehr sympathisch. Ich konnte mich mit beiden gut identifizieren, und deren Gefühlslage war stets nachvollziehbar und sehr gut beschrieben.
Das Buch ließ sich durchweg sehr leicht und auch schnell lesen. Monica Murphy hat einen locker-leichten Schreibstil und ein großes Talent dafür, einfühlsame, intensive und auch heiße Szenen zu schreiben.
 Obwohl das Buch sehr dünn ist und die Geschichte kurz, so gelingt es der Autorin doch, die Geschichte auf keinen Fall oberflächlich oder flach zu erzählen sondern definitiv so, dass es den Leser wirklich durchweg gefangen nimmt.


Fazit:

Der erste Band aus der "Together forever"-Reihe bildet einen klasse Auftakt. Die Story ist einmalig, ich persönlich habe noch nichts Vergleichbares gelesen. Ich fand es spannend, Drew und Fable kennenzulernen, in ihre Welt einzutauchen und vor allem natürlich auch nach und nach hinter Drews großem Geheimnis zu kommen.
"Together forever" ist definitiv keine oberflächliche YA-Geschichte sondern bietet viel mehr Tiefe als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht, weshalb man das Buch sehr schnell lesen kann. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es mit Drew & Fable weitergeht und freue ich mich auf den zweiten Band!
 Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich gebe "Together forever - Total verliebt" 4,5 von 5 Sterne.

Rezension: Richard Laymon - Die Spur

Eckdaten:

Titel: Die Spur
Originaltitel: No Sanctuary
Autor/in: Richard Laymon
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 480
 Verlag: Heyne
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)


Inhalt:

  Gillian O’Neill ist jung und attraktiv – und sie hat ein ausgefallenes Hobby. Nachts sucht sie nach Häusern, deren Besitzer offensichtlich für längere Zeit verreist sind, und richtet sich dort ein. Das Problem ist nur, dass Gillian dieses Mal das Haus eines Serienkillers erwischt hat – eines Serienkillers, der seine Opfer gerne in die Wildnis verschleppt. In die Finsternis. Wo er ungestört ist. Wo niemand ihre Schreie hört ...


Meine Meinung:

"Die Spur" ist das neueste Buch von Laymon, was auf Deutsch veröffentlicht wurde. Als begeisterte Laymon-Leserin dachte ich mir: Das Buch musst du unbedingt lesen, vor allem da sich der Klappentext so gut angehört hatte!
 Der Einstieg in das Buch fiel mir wieder sehr leicht. Der Schreibstil ist typisch einfach, locker und flüssig, sodass sich das Buch mal wieder sehr schnell weglesen ließ.
In "Die Spur" gibt es zwei Handlungsstränge, die nach und nach geschickt miteinander verwoben werden. 
Der eine Handlungsstrang handelt von Gillian, einer jungen Frau, deren Hobby es ist, in fremde Häuser einzudringen und es sich dort "gemütlich zu machen", solange die Besitzer weggereist sind. 
Der zweite Handlungsstrang handelt von einem jungen Paar, Rick und Bert, die gemeinsam in der Sierra urlauben und dort von einigen unerwünschten Gästen heimgesucht und verfolgt werden. 
Beide Handlungsstränge waren durchweg spannend geschrieben. Sie wechselten sich nach einem Kapitel jeweils ab und endeten oft mit einem Cliffhanger, was zur Folge hatte, dass man immer wissen wollte, wie es weitergeht. 
Anfangs fragte man sich als Leser natürlich noch, was Rick & Bert jetzt mit der Einbrecherin Gillian gemeinsam haben und worauf die ganze Geschichte hinausläuft. Gegen Ende wurde dies ersichtlich und es wurde noch einmal so richtig spannend.
Ebenfalls wird es am Ende der Geschichte sehr actionreich und es geht auch sehr blutig und brutal zu, aber das ist man von Laymon ja schon gewohnt.
Ich kann aber auf jeden Fall sagen, dass es definitiv blutigere Laymons gibt, dieser Thriller lebt eher von der Spannung. Dennoch gibt es auch hier wieder einige gut ausgebaute Psychopathen, die ihr Unwesen treiben und der Geschichte ihre Würze geben.


Fazit:

"Die Spur" ist ein solider Psychothriller, der sehr von seiner Spannung und der bedrückenden Stimmung lebt und mit wenigen, aber dennoch sehr blutigen Szenen daherkommt. Besonders interessant fand ich den Handlungsstrang von Gillian, weil ich etwas in dieser Form noch nie zuvor gelesen habe.
Das Buch ließ sich aufgrund des einfachen Schreibstils und der Kapitel-Cliffhanger super und schnell lesen.
Definitiv für alle Laymon-Fans zu empfehlen und auch für jene, die Psychothriller lieben!

Herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ich gebe "Die Spur" 4 von 5 Sterne.

Sonntag, 13. September 2015

Rezension: Erik Axl Sund - Scherbenseele

Eckdaten:

Titel: Scherbenseele
Originaltitel: Glaskroppar
Autor/in: Erik Axl Sund
Genre: Psychothriller
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 416
 Verlag: Goldmann
Preis: 12,99 € (Broschiert)


Inhalt:

  Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens "Hunger" auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls ...
 
 

Meine Meinung:

"Scherbenseele" ist der Auftakt der neuen Reihe des schwedischen Autorenduos Erik Axl Sund. Vorab: Ich habe die Victoria-Bergman-Trilogie, die letztes Jahr in aller Munde war, nicht gelesen und bin deshalb ganz unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen.
Der Einstieg beginnt bereits recht spannend. Im Vordergrund steht die Reihe mysteriöser, grausamer Selbstmorde, die in letzter Zeit von Jugendlichen verübt werden. Immer wieder taucht in diesem Zusammenhang auch ein gewisser Künstler namens "Hunger" auf, denn alle Jugendlichen tragen bei ihrem Suizid eine Kassette des Interpreten bei sich.
Die Selbstmorde sollen vom Kriminalkommissar Jens Hurtig und seinem Team untersucht werden. 
Das Buch wird durchweg von den verschiedensten Personen erzählt. Dabei sind die einzelnen Kapitel sehr kurz, teilweise auch nur eine Seite. Dadurch ließ sich das Buch gut und auch schnell lesen, obwohl ich manchmal mit dem Schreibstil nicht wirklich klarkam. Erik Axl Sund schreibt sehr melancholisch und teilweise auch sehr düster. Infolgedessen baut sich das ganze Buch über eine sehr bedrückende, beklemmende Stimmung auf, die aber natürlich mit dem Oberthema des Buches, Suizid, gut harmoniert.
Man muss in diesem Zusammenhang auch sagen, dass der Schreibstil teilweise schon fast poetisch ist und das Buch durchaus an einigen Stellen auch sehr tiefgründig erscheint.
Was mir jedoch nicht gefallen hat: durch die kurzen Kapitel und die vielen, schnellen Charakterwechsel hat der Leser es sehr schwer, eine tiefe Beziehung zu den einzelnen Protagonisten aufzubauen.
Rückblickend ist mir außer Jens Hurtig so keiner der Charaktere wirklich im Gedächtnis geblieben, was wirklich sehr schade ist.
Im Laufe des Buches kommt der Kommissar Hurtig dem seltsamen "Hunger" immer mehr auf die Schliche. Ab der zweiten Hälfte wird es nochmal sehr rasant und actionreich. Auch werden hier vermehrt brutale und blutige Szenen beschrieben, man sollte also als Leser damit kein Problem haben.
Gegen Ende wird aufgeklärt, was genau es mit "Hunger" auf sich hat bzw. wer nun wirklich dahintersteckt. Dort konnte mich Erik Axl Sund wirklich überraschen, denn ich hatte nicht mit diesem Täter gerechnet. Jedoch blieben mir persönlich am Ende einfach viel zu viele Fragen offen, was mich sehr stört. Zwar folgen noch zwei weitere Teile aus dieser Reihe, jedoch ist der erste Teil abgeschlossen und im zweiten Teil wird es dann um einen neuen Fall gehen.
Mir ist die Auflösung zu kurz gekommen, ich hätte als Leser gern noch etwas mehr über die Umstände und all die Hintergründe erfahren.


Fazit:

"Scherbenseele" ist ein solider Psychothriller, in dem durchweg eine düstere und beklemmende Stimmung herrscht. Das Thema war super interessant und mal was Neues, jedoch hat mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen. Die Charaktere blieben leider sehr farblos, man konnte keine Beziehung zu ihnen aufbauen.
Der Schluss kam mir persönlich zu schnell und leider bleiben gegen Ende immer noch sehr viele Fragen offen. Ich persönlich weiß nicht, ob ich die Reihe weiterlesen werde.

Einen herzlichen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich gebe "Scherbenseele" 3,5 von 5 Sterne.

Samstag, 12. September 2015

Rezension: M. Leighton - Addicted to you: Bedingungslos

Eckdaten:

Titel: Addicted to you: Bedingungslos
Originaltitel: Everything For Us
Autor/in: M. Leighton
Genre: Contemporary, New Adult
Reihe: Band 3
Seitenzahl: 368
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!

Inhalt:

Olivia Townsends reiche Cousine Marissa hat alles, was man sich nur wünschen kann – sie hat ihren Traumjob gefunden, der sie erfüllt, führt ein Leben voll Glanz und Glamour und ist überall beliebt. Zumindest bei allen, deren Freundschaft für Geld zu kaufen ist. Doch eines Tages gerät Marissas heile Welt durch eine Verwechslung aus den Fugen und sie landet schließlich in den Armen des heißesten, aber auch gefährlichsten Mannes, der ihr je begegnet ist. Er ist für Marissa ein Buch mit sieben Siegeln; gleichzeitig fühlt sie sich magisch von ihm angezogen und kann ihm einfach nicht widerstehen: Der leidenschaftliche Rausch macht sie blind, und sie kann nicht entkommen – vielleicht nicht einmal überleben ...

Meine Meinung:

"Bedingungslos" ist der dritte und abschließende Teil aus der prickelnden "Addicted to you"-Reihe rund um Olivia, Marissa und die Zwillinge Cash & Nash von der Autorin M. Leighton. Ich war wirklich gespannt auf diesen dritten Teil, da mich der zweite Teil "Schwerelos" leider nicht wirklich umgehauen hat. Da mich der erste Teil aber damals so gefesselt hatte und ich ohnehin wissen wollte, wie die Reihe ausgeht, musste ich natürlich unbedingt noch Teil 3 lesen.
Der Einstieg in das Buch fiel mir leider nicht so leicht. Neu in diesem letzten Teil ist nämlich, dass die Handlung aus der Sicht von Marissa und Nash erzählt wird, und nicht von Olivia und Cash. Damit musste ich mich erstmal zurechtfinden, doch nach circa 50 Seiten war ich wieder vollkommen in der Geschichte drin und fand es besonders spannend, Marissas Kapitel zu lesen.
Mit jeder weiteren Seite schloss ich Marissa, die mir am Anfang gänzlich unsympathisch war, mehr in mein Herz und hatte sie am Ende wirklich lieb gewonnen. Meiner Meinung macht sie eine Charakterentwicklung durch wie keine zweite. Sie ändert sich von einer gehässigen, reichen "Tussi" in eine liebevolle, mitfühlende und trotzdem noch sehr selbstbewusste Freundin.
Aber auch Nash's Sicht der Dinge waren wirklich interessant. Die Geschichte hat in der Mitte des Buches nochmal eine für mich wirklich interessante Wendung bekommen. Es ist nicht ganz so viel Spannung und auch Action wie im zweiten Teil zu finden, was ich aber recht gut fand. Der Fokus wurde hier eher auf juristische und rechtliche Ermittlungen seitens Marissa gelegt. Auch erfährt der Leser noch weiteres über Nash's schwere Vergangenheit, was ich auch sehr gut fand.
Leider standen die Hauptprotagonisten aus den ersten beiden Teilen, Olivia und Cash, ein bisschen im Hintergrund. Zwar wurden die beiden immer mal wieder in die Geschichte eingeflochten, dennoch hätte ich mir gewünscht, noch ein bisschen mehr von den beiden zu lesen, weil ich sie als Paar wirklich süß fand :)
Natürlich gibt es auch in diesem letzten Teil wieder einige prickelnde, heiße, erotische Szenen zwischen den Protagonisten. Im Vergleich zu den anderen Teilen zwar durchaus weniger, dafür aber auch viel intensivere, intimere Szenen.
Das Buch ließ sich, wie auch seine Vorgänger, wirklich sehr gut und flüssig lesen. Durch die wirklich kurzen Kapitel kommt man gut und vor allem auch schnell durch das Buch.
Das Ende der Trilogie war einfach traumhaft, besser hätte ich es mir als begeisterter Leser nicht ausmalen können. Obwohl der Schluss für mich persönlich ein bisschen zu schnell abgehandelt wurde, war ich doch sehr zufrieden und fand das Ende wirklich schön.


Fazit:

Der letzte Teil der "Addicted to you"-Reihe konnte mich wieder komplett überzeugen! Es gefällt mir sehr, dass M. Leighton eine wirklich einzigartige New-Adult-Geschichte mit starken, dynamischen Charakteren und durchaus auch spannenden Krimi-Aspekten geschaffen wird. Dadurch wird die Reihe wirklich einzigartig und nicht so "Mainstream" wie andere Geschichten aus diesem Genre.
Ein bisschen gestört hat mich, dass Olivia und Cash nicht mehr im Mittelpunkt standen. Nichtsdestotrotz konnte man sich auch an Marissa und Nash schnell gewöhnen.
Die "Addicted to you"-Reihe ist eine klare Kaufempfehlung von mir! :)
Ich werde mir auch definitiv nochmal die andere Reihe von M. Leighton, "The Wild Ones", anschauen.
Vielen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich gebe "Addicted to you: Bedingungslos" 4 von 5 Sterne.