Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension: Markus Zusak - Die Bücherdiebin

Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 00:00

Eckdaten:

Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The book thief
Autor/in: Markus Zusak
Genre: Drama
Seitenzahl: 588
 Verlag: Blanvalet
Preis: 19,95 € (Gebundene Ausgabe)
9,99 € (Taschenbuch)
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Inhalt:

1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

Meine Meinung:

Auf dieses Buch wurde ich neugierig, nachdem so viele davon schwärmten und auch die Verfilmung zum Buch (kam 2014 ins Kino) sehr gut ankam und durchweg positive Kritiken bekam.
Aufgrund der überwiegend positiven Stimmen zum Buch hatte ich natürlich hohe Erwartungen, und ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang ungefähr 40 Seiten brauchte, um so richtig in die Geschichte hineinzukommen. Der Schreibstil ist schon ein wenig außergewöhnlich, ebenso wie die Gestaltung der einzelnen Seiten im Buch. So lassen sich zum Beispiel sehr viele liebevolle Zeichnungen finden.
 Man muss sich halt erstmal auch daran gewöhnen, dass die Geschichte vom Tod selbst erzählt wird. Dies war für mich, genau wie für viele andere bestimmt auch, am Anfang etwas ungewohnt. Ab Seite 50 ungefähr war ich jedoch vollends von der Geschichte gefangen genommen und konnte mich kaum noch losreißen.
Das Buch hinterlässt beim Leser eine ganz eigene Stimmung. Markus Zusak hat ein unglaubliches Erzähltalent. Jede der Beschreibungen im Buch brannte sich mir sofort in mein Gedächtnis, ebenso wie jede Charakterbeschreibung.
Jeder einzelne Charakter wurde mit unglaublich viel Gefühl und Liebe beschrieben. Die beiden Hauptprotagonisten, die Kinder Liesel Meminger und Rudi Steiner, schloss ich gleich am Anfang in mein Herz. Dies hatte zur Folge, dass ich extrem mit ihnen mitfühlte und sich mir, nachdem Rudi etwas sehr schlimmes passierte, zum Beispiel auch eine große Wut aufbaute. Es ist mir bisher selten passiert, dass ich so sehr mit Charakteren aus einem Buch mitgefühlt habe.
Die Zeit des Krieges wird mit einer ganz eigenen Erzählweise erzählt. Man spürt sofort die leicht düstere, bedrückende Atmosphäre, die zu dieser Zeit herrschte, aber auch die ungezwungene, leichte Kindheit von Liesel, nachdem sie sich in ihrer neuen Familie eingelebt hat.
Natürlich hat man auch in diesem Buch Charaktere, die einem sympathisch sind, und welche, die man nicht so mag. Doch mit der Zeit, nachdem man das Gefühl hat, schon fast selbst in Molching zu leben, weil man so sehr in der Geschichte drin ist und die ganzen Leute dort in sein Herz geschlossen hat, entwickelt man auch für die unsympathischsten Charaktere Empathie und ein gewisses Mitgefühl.
Man merkt, dass Markus Zusak für dieses Buch sehr viel recherchiert hat. Er kennt sich gut aus mit der Judenverfolgung und hat diese auch in seine Geschichte miteingebaut, ebenso wie kleinstes Detailwissen über Deutschland 1939-1945.
Ich flog nur so über die Seiten hinweg und war ganz angetan von Liesels kleiner Welt, die da so wunderschön, fast poetisch vom Tod erzählt wird. Ich war wirklich traurig, als sich das Ende näherte, ich wollte die Charaktere einfach nicht gehen lassen.
Irgendwie hatte ich schon mit diesem Ende gerechnet, doch als es dann wirklich passierte, konnte ich einfach nicht mehr. Ich habe so geheult wie noch nie bei einem Buch und auch weiterhin, als ich das Buch schon längst ausgelesen hatte. Auch Tage danach musste ich noch an das Buch denken und immer wieder an diese wundervolle, wenn auch sehr traurige Geschichte denken.

 

Fazit:

 Ich bin von der "Bücherdiebin" einfach nur begeistert. Markus Zusak hat für mich persönlich ein Stück Weltliteratur geschrieben, das jeder gelesen haben sollte. "Die Bücherdiebin" überzeugt mit einer wundervollen, liebevoll erzählten Geschichte einer unbeschwerten, aber doch betrübten Kindheit in einer sehr schweren Zeit, in der nicht alles so einfach ist. 
Positiv überrascht war ich von der sehr guten Recherche des Autors und seiner Fähigkeit, sehr bildlich und poetisch zu erzählen.
Das Buch löste in mir Gefühle aus, wie ich es wirklich selten bei einem Buch erlebt habe.
Klare Kaufempfehlung!

Ich gebe "Die Bücherdiebin" 5 von 5 Sternen.

 

Rezension: Anna Todd - After Love

Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 00:00

Eckdaten:

Titel: After Love
Originaltitel: After we fell
Autor/in: Anna Todd
Genre: Contemporary, Young Adult, Romance
Reihe: Band 3
Seitenzahl: 942
 Verlag: Heyne
Preis: 12,99 € (Broschiert)
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Inhalt:

Gerade als Tessa die wichtigste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat, ändert sich alles. Die Geheimnisse in ihrer Familie und der Streit darüber, wie ihre Zukunft mit Hardin aussehen soll, bringen alles ins Wanken. Zudem schlägt Hardin immer noch um sich, anstatt Tessa zu vertrauen, und der Kreislauf aus Eifersucht, Zorn und Verschmelzung wird immer zerstörerischer. Noch nie hatte Tessa so intensive Gefühle, war so berauscht von einem Menschen. Aber reicht die Liebe allein?

Meine Meinung:

  Wie auf diesem Blog bereits erwähnt, war ich von Teil 1, "After passion", wie viele sehr begeistert. Der zweite Teil "After truth" konnte mich leider nicht so sehr begeistern, sondern nur mittelmäßig. Ich habe in meiner Rezension erwähnt, dass ich mir von Teil 3 weniger Streitereien, mehr Handlung und positive Charakterentwicklungen wünsche.
Und was soll ich sagen? All dies habe ich in "After love" bekommen!
Der Schreibstil ist wie auch in den beiden vorherigen Bänden sehr einfach gehalten, das Buch lässt sich wahnsinnig schnell weiterlesen. Die Kapitel sind weiterhin kurz gehalten, es wird wieder aus Tessas und Hardins Sicht erzählt.
Anfangs, beim Lesen der ersten 40-50 Seiten, dachte ich noch: "Oh nee, das geht ja schon wieder weiter wie in Teil 2!", doch schon bald wurde ich eines besseren belehrt. Ich habe in "After Love" wieder so sehr mitgefiebert, wie in "After passion". Aufgrund des Cliffhangers aus dem zweiten Teil wollte man sofort weiterlesen. 
In "After Love" passieren zwei krasse Dinge, die ich so nicht kommen gesehen und die mich vollkommen überrascht und überrumpelt haben. Ich war echt schockiert und konnte das im ersten Moment nicht glauben. Anna Todd weiß wirklich, wie man einen Leser die krassesten Gefühle entlocken und an einen Buch binden kann ;-)
In "After Love" werden wieder ein paar neue Charaktere in der Geschichte vorgestellt, die alle ihre gewissen Charakterzüge haben und dem Leser aufgrund dessen entweder sympathisch oder unsympathisch erscheinen, von beidem ist etwas dabei.
Ich hatte das Gefühl, dass im 3. Teil der Fokus am stärksten auf Tessa und Hardin und ihre Beziehung gelegt wurde. Natürlich erleben die beiden in diesem Buch unglaublich viel, doch gerade die Momente, in denen die beiden zu zweit waren, haben sich mir am besten eingeprägt und mich die beiden noch besser verstehen lassen, da viele intime Dinge preisgegeben wurden.
Als sehr positiv habe ich die wenigen Streitereien der beiden empfunden. Ich habe das Gefühl, dass Tessa & Hardin beide extrem erwachsen geworden sind. Sie versuchen, ihre Probleme mit Worten und intimen Gesprächen zu lösen; Hardin versucht wirklich, sich im Zaun zu halten und Tessa ist eine unabhängige, selbstbewusste Frau geworden, die ihre eigene Meinung hat und diese auch vertritt.
Tatsächlich streiten sich die beiden in "After Love" relativ wenig, und wenn, dann vertragen sie sich recht schnell wieder. Nachdem ich von Hardin in "After Truth" extrem abgenervt war, so hat er sich im 3. Teil wieder in mein Herz geschlichen. Ich bin fast ein bisschen stolz auf ihn, dass er sich nicht mehr so kindisch wie früher benimmt und nicht mehr so leicht ausrastet und alles zusammenschlägt :)
Auch die angesprochenen Themen im Buch werden ernster und erwachsenener. So geht es u.A. um das Heiraten, Kinder kriegen und ähnliches.
Auch der 3. Teil endet wieder mit einem Cliffhanger, diesmal mit einem nicht so krassen wie in "After passion", trotzdem würde ich am liebsten gleich weiterlesen.

 

Fazit:

"After Love" überzeugt mit immer erwachsener werdenden Protagonisten, unerwarteten und teils auch schockierenden Stellen, viel mehr Handlung als in "After Truth", einem angenehmen und flüssigen Schreibstil und einfach einem Gute-Laune-Gefühl beim Lesen. Ich kann es nicht mehr abwarten, bis endlich "After forever" im Handel ist!
Vielen herzlichen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich gebe "After love" 4 von 5 Sternen.
 

 


 

Samstag, 13. Juni 2015

Rezension: Anna Todd - After Truth

Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 00:00

Eckdaten:

Titel: After Truth
Originaltitel: After we collided
Autor/in: Anna Todd
Genre: Contemporary, Young Adult, Romance
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 768
 Verlag: Heyne
Preis: 12,99 € (Broschiert)
Link: Klick hier!

Inhalt:

Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet. Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück – ihr Leben vor Hardin. Doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen? 

Meine Meinung:

Nachdem ich von "After Passion", den ersten Teil in dieser Serie, total begeistert war, war mir klar, dass ich auch unbedingt den zweiten Teil lesen muss. Ich hatte hohe Erwartungen an "After Truth", da ich zwar von den vielen Streitereien von Tessa und Hardin schon im ersten Band ein wenig genervt war, aber trotzdem große Hoffnungen hatte, dass in Teil 2 mehr passiert.
Ich kann nicht sagen wieso, aber irgendwie macht diese Reihe etwas mit mir, was keine andere schafft. Obwohl es auch in "After Truth" hauptsächlich um das ewige Hin und Her zwischen Tessa und Hardin geht, muss ich einfach immer erfahren, wie es weitergeht und konnte teilweise einfach nicht aufhören, weiterzulesen.
  In "After Truth" wird nicht mehr nur aus Tessas Sichtweise erzählt, sondern auch aus Hardins, was ich sehr gut fand, da man so auch einen guten Einblick in seine Seele und seine Gefühle bekommt. Dies hat das Buch ein bisschen lebendiger und abwechslungsreicher gemacht.
Man merkt in diesem zweiten Teil stark, wie sehr sich Tessa, verglichen zum ersten Teil, weiterentwickelt hat. Sie wird selbstbewusster, unabhängiger von Hardin und scheut sich nicht, klar und deutlich ihre Meinung zu sagen und sich nicht von irgendwem herumschubsen zu lassen.
 Umso enttäuschter war ich von Hardins nicht vorhandener Entwicklung. Gefiel er mir im ersten Teil noch gut (trotz einiger Charakterschwächen), regte er mich in "After Truth" nur noch auf. Wie kann man sich teilweise nur so kindisch und trotzig sein und regelmäßig Zimmer oder Leute zusammenschlagen, weil man nicht in der Lage ist, seine Probleme durch Worte zu regeln und zu lösen?
 Natürlich zeigt sich auch Hardin an einigen Stellen total lieb und süß in der Gegenwart von Tessa und verspricht, sich zu ändern, doch weil er dieses Versprechen immer wieder bricht, kann ich ihn langsam nicht mehr ernst nehmen und fange an, ihn wirklich unsympathisch zu finden.
Tessa hingegen, wie gesagt, mochte ich sehr, obwohl auch sie ihre Fehler in dem Buch macht, jedoch strengt sie sich stark an, sich zu ändern. Die anderen Nebencharaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet, vor allem Landon und Zed wurden näher beleuchtet und wurden mir sehr sympathisch.
Der Schreibstil war wieder super, das Buch lässt sich, obwohl es so viele Seiten hat, sooo schnell weglesen, was hauptsächlich an den kurzen Kapiteln liegt.

Fazit:

Obwohl es auch in "After Truth" hauptsächlich um die Streitereien und das anschließende Versöhnen von Tessa und Hardin geht und ich Hardins Verhalten an vielen Stellen überhaupt nicht nachvollziehen bzw. gutheißen konnte, konnte mich das Buch dank des Schreibstils und Tessas positiver Charakterentwicklung wieder fesseln.
Jedoch muss in Band 3 (After Love) langsam echt mal "richtiges" passieren, damit mich die Reihe auch weiterhin so begeistern kann, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das ewige Hin und Her auf fast 1000 Seiten erträglich ist.

Ich gebe "After Truth" 3,5 von 5 Sternen

Dienstag, 9. Juni 2015

Meine Neuzugänge im Mai 2015

Hallo, ihr Lieben!

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits meinen Lesemonat Mai 2015 hochgeladen.
Deshalb ist es jetzt Zeit, euch meine Neuzugänge aus dem vergangenen Monat zu zeigen. 
Und tadaaa, hier sind sie:


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Ja, leider ist es letzten Monat etwas ausgeartet. 15 Neuzugänge! Das tut meinem SuB leider absolut nicht gut, aber was soll's, Bücher kaufen macht einfach glücklich :)
Zu meiner Verteidigung kann ich außerdem sagen, dass ich Geburtstag hatte und 3 von diesen Büchern ("Das verlorene Dorf", "Ich finde dich" und "The Girl on the Train") Reziexemplare sind.
Somit hat wenigstens mein Geldbeutel nicht so sehr gelitten :)

Zu Das verlorene Dorf und Ich finde dich findet ihr bereits Rezensionen auf meinem Blog, einfach auf die Links klicken.

Wie viele Neuzugänge hattet ihr im Mai? Und welches der Bücher von meinen Neuzugängen kennt ihr und habt ihr bereits gelesen?

 Bis zum nächsten Mal!
Eure Laura

Rezension: Michelle Leighton - Addicted to you: Atemlos

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Eckdaten:

Titel: Addicted to you: Atemlos
Originaltitel: Down to you
Autor/in: M. Leighton
Genre: Erotik, Young Adult
Trilogie: Band 1
Seitenzahl: 322
 Verlag: Heyne
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)

Inhalt:

Auf einem Junggesellinnenabschied lernt die Studentin Liv den coolen Clubbesitzer Cash kennen, einen Bad Boy, wie er im Buche steht. Eigentlich hat Liv genug von Typen wie ihm, zu oft hat sie sich in der Vergangenheit schon die Finger verbrannt. Per Zufall lernt sie seinen Bruder Nash kennen und ist verwirrt – die beiden sind Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Nash verkörpert alles, wonach sie bei einem Mann immer gesucht hat, ist charmant, intelligent und zuverlässig. Liv ist hin- und hergerissen, und auch die beiden Brüder können ihr Verlangen nach ihr nur schwer bändigen. Es entspinnt sich ein Liebesreigen mit ungeahnten Folgen ...
 

Meine Meinung:

Auf dieses Buch wurde ich dank des schönen, ansprechenden Covers aufmerksam. Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen habe, war mir klar: Dieses Buch musst du lesen! 
Anfangs war ich schon ein wenig skeptisch, da dies mein erster Erotikroman nach "Fifty Shades of Grey" sein würde, und dieses Genre nicht mein Lieblingsgenre ist, da es meiner Meinung nach zu oft um keine wirkliche Story geht, sondern nur darum, möglichst oft Sex zu haben. 
Nachdem ich aber in die ersten 30-40 Seiten von "Atemlos", dem ersten Band der "Addicted to you"-Serie von Michelle Leighton, reingelesen habe, wurde ich vollkommen vom Gegenteil überzeugt. Wir lernen unsere Hauptprotagonistin Liv kennen, eine Studentin, die nebenbei noch in einer Bar jobbt. Sie wirkt sehr attraktiv auf andere Männer, ist sich dessen meiner Meinung nach aber oft nicht bewusst.
 Auf dem Junggesellinenabschied ihrer Freundin lernt sie den attraktiven Cash kennen. Zwischen den beiden knistert es gleich auf dem ersten Blick. 
Wenig später lernt sie Nash, den Zwillingsbruder von Cash kennen, Nash, und auch zu ihm fühlt sich Liv gleich von Anfang an hingezogen. Blöd nur, dass jener bereits mit der Cousine von Liv zusammen ist, mit der sie auch in einer Wohnung lebt.
Im Laufe des Buches versucht Liv, sich zwischen den beiden Brüdern zu entscheiden, was sich keinesfalls als leicht erweist. Unterstützt wird dies durch viele prickelnde, heiße Szenen. Wir begleiten Liv auf ihrem Weg und merken, wie sie immer selbstbewusster und sicherer wird. 
Auch aus der Perspektive von Cash und Nash wird erzählt, sodass wir auch deren Gefühle und Gedanken kennenlernen, was die Geschichte nochmal super abgerundet hat.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da es mich so sehr fesselte. Der Schreibstil ist sehr angenehm, M. Leighton schreibt sehr anschaulich und lebendig und verleiht ihren Hauptprotagonisten Liv, Cash und Nash eine eigene Persönlichkeit. Ich hatte beim Lesen immer ein klares Bild von ihnen vor Augen.
Zum Schluss hat die Autorin eine sehr interessante und auch überraschende Wendung eingebaut, die ich zwar in meinem Hinterkopf ein klein wenig vermutet hatte, die mich aber trotzdem sehr überrascht hat und die das Buch nochmal um einiges aufgewertet und spannender gemacht hat.
Auch die krasse Vergangenheit der beiden Brüder wird beleuchtet und wie sie damit umgehen und leben, was die Geschichte für mich persönlich sehr tiefgründig macht und ihr mehr "Leben" einhaucht, als so manch anderer Erotikroman.

Fazit:

Ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Roman, da ich nicht mit so einer tiefgründigen Geschichte gerechnet habe, die sich mithilfe von prickelnden, heißen Szenen und toll ausgearbeiteten, sich weiterentwickelnden Protagonisten bereits jetzt zu einer meiner Highlights aus diesem Jahr entwickelt hat! Klare Kaufempfehlung von mir! Diese Geschichte nimmt einen gefangen und lässt einen so schnell nicht mehr los. Ich brauche dringend die Fortsetzung "Schwerelos" :)
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!
Ich gebe "Atemlos" 4,5 von 5 Sternen.
 

Donnerstag, 4. Juni 2015

Rezension: Richard Laymon - Der Killer

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Eckdaten:

Titel: Der Killer
Originaltitel: Beware
Autor/in: Richard Laymon
Genre: Thriller, Horror
Seitenzahl: 272
 Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!
 

Inhalt:

Als die Journalistin Lacey eines Abends in einem kleinen Supermarkt einkaufen will, findet sie sich in einem Albtraum wieder. Schwer verletzt kann sie einem unheimlichen Killer entkommen. Doch dies ist erst der Anfang. Auf ihrer verzweifelten Flucht kommt Lacey einer Kultgemeinschaft auf die Spur, die verbotene Riten abhält. Um die Entfesselung unvorstellbaren Grauens zu verhindern, muss die junge Frau alle Grenzen hinter sich lassen.

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits "Nacht" von Richard Laymon gelesen habe und es absolut klasse fand (5 Sterne!), danach von "Die Familie" leider ziemlich enttäuscht war, hatte ich große Erwartungen an seinen neusten Thriller "Der Killer", von dem schon viele schwärmten.
Der Einstieg war wie bei jedem Laymon-Buch sehr einfach. Der Schreibstil ist wieder einfach gehalten, was zur Folge hat, dass man das Buch unglaublich schnell wegliest. 
Das Grundkonstrukt der Geschichte hat mich schon im Voraus, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, sehr interessiert.  
In dem Buch lernen wir Lacey kennen, Journalistin einer regionalen Tageszeitung, die ihrem Killer in großer Not entkommen kann, danach auf der Flucht vor ihm ist und dabei Unterstützung von gewissen Personen bekommt.
Nachdem relativ früh die Erscheinung des Killers bekanntgegeben wird, war ich anfangs ziemlich abgeschreckt, diese "Erscheinung" (ich möchte nichts genaues verraten) hat mich nicht wirklich begeistert, ich konnte damit absolut nichts anfangen.
Doch während die Geschichte rund um Lacey rasant zunimmt, sagte mir die Gestalt des Killers immer mehr zu und sorgte dafür, dass es mir an einigen Stellen wirklich kalt den Rücken herunterlief und ich mich wirklich gruselte. 
Parallel zur Geschichte der Flucht vor dem Täter wird noch eine andere Geschichte angerissen, in der eine magische Sekte und ihre Anführerin Laveda eine Rolle spielen. Nach und nach werden diese beiden Handlungsstränge dann geschickt miteinander verwoben.
Auch in diesem Buch bekommen wir es wieder mit einem sehr triebgesteuertem Täter zu tun, mögliche Leser sollte also mit geschmacklosen, sexistischen Szenen keine Probleme haben. Ebenfalls fließt auch in diesem Laymon wieder viel Blut, es werden einige Szenen beschrieben, die nicht gerade appetitlich sind.
Ebenfalls erwarten sollte man natürlich kein literarisches Wunderwerk, denn das ist es wahrlich nicht. Laymons Bücher sind einfach Unterhaltungsbücher - und mich konnte "Der Killer" wirklich sehr gut unterhalten, es hat also seinen Zweck erfüllt.

Fazit:

"Der Killer" eignet sich perfekt für Leser, die auf Slasher-Storys stehen und es sich für ein paar Stunden mit einem tollen Thriller gemütlich machen wollen, der zwar nicht immer ganz logisch ist, trotzdem aber überraschende Wendungen und einen Spannungsbogen bereithält!
Vielen Dank an Heyne Hardcore für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ich gebe "Der Killer" 4 von 5 Sternen.

Dienstag, 2. Juni 2015

Rezension: Stefanie Kasper - Das verlorene Dorf

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Eckdaten:

Titel: Das verlorene Dorf
Originaltitel: Das verlorene Dorf
Autor/in: Stefanie Kasper
Genre: Thriller
Seitenzahl: 376
 Verlag: Goldmann
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!

Inhalt:

Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint – und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt ...

Meine Meinung:

 Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich vor allem wegen des schönen Covers, das mysteriös und geheimnisvoll wirkt und eine leicht bedrohliche Stimmung erzeugt. Auch der Klappentext vom Buch hat mich direkt angesprochen und machte mich neugierig auf die Geschichte. 
So fing ich also an zu lesen und konnte das Buch für 2-3 Stunden erstmal nicht aus der Hand legen. Ich dachte mir immer: "Nur noch ein Kapitel, dann hörst du erstmal auf!" Doch ich konnte es nicht, ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Anfangs spielte sich das Geschehen noch im Waisenhaus ab, in dem Rosalie aufwächst, nachdem sie ihre Eltern verloren hat. Nach einigen Geschehnissen, nachdem sie den Bauern Romar kennengelernt hat, verlagert sich die Handlung in die kleine Siedlung Haberatshofen im Sachsenrieder Forst, indem nur gut zwei Dutzend Menschen leben.
Anfangs kommt unsere Hauptprotagonistin Rosalie noch gut mit den Bewohnern dort klar und versteht nicht, wieso sie alle vor den Haberatshofenern warnen.
Doch mit der Zeit, indem immer mehr mysteriöse Geschehnisse in dem kleinen Dorf passieren, auf die Rosalie sich zunächst keinen Reim bilden kann und auch ihr Ehemann immer abweisender und unfreundlicher wird, verändert sich Rosalie und beginnt, sich ihre Gedanken zu machen und sich auch gegenüber den Dorfbewohnern immer aufmüpfiger zu zeigen.
 Stefanie Kasper hat einen ganz besonderen Schreibstil. Sie schreibt authentisch, lässt ihre Charaktere lebendig werden und hat ein absolutes Talent für Landschaftsbeschreibungen. Ich konnte mir das Dorf Haberatshofen und seine Bewohner persönlich super gut vorstellen und hatte immer ein klares Bild vor Augen.
 Als Leser merkt man gleich anfangs, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt. Die Bewohner verhalten sich am Anfang auffällig nett und freundlich, doch mit der Zeit bröckelt die Fassade, und das merkt irgendwann auch Rosalie. Wieso wird Rosalie von öffentlichen Versammlungen der Bewohner stets ausgeschlossen? Wieso scheint keiner wirklich die Wahrheit zu sagen? Wieso hört sie in der einen Nacht ein Neugeborenes schreien, das den Tag darauf tot ist?
Während des Lesens wurde ich komplett von dem Buch in seinen Bann gezogen. Mir läuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich an das gruselige und mysteriöse Dorf und seine Bewohner denke. In dem Buch herrscht eine so bedrückende und beklemmende Atmosphäre, wie ich sie bisher noch in keinem zweiten Buch gelesen habe.
Die Charaktere sind überschaubar und meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet. 
Das Ende hatte ich mir ungefähr bei 2/3 des Buches schon so gedacht, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Die Autorin hat ein gutes, erschreckendes Ende konstruiert das mir teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Ich denke, "Das verlorene Dorf" ist ein Buch, das mich noch eine lange Zeit verfolgen wird und an das ich noch lange denken werde. Besonders beeindruckt hat mich noch die gute Recherche der Autorin. Die Siedlung Haberatshofen gab es im 19. Jahrhundert tatsächlich und wurde von drei Familien bewohnt, was die Geschichte natürlich gleich nochmal authentischer macht.

Fazit:

Stefanie Kasper hat mit "Das verlorene Dorf" einen großartigen Thriller geschrieben, der mich komplett in seinen Bann zog und von dem ich einfach nicht wegkam. Die Autorin schafft eine nicht vergleichbare gruselige und beklemmende Atmosphäre mit großartig herausgearbeiteten, lebendigen Charakteren. Jetzt schon eines meiner Jahreshighlights! Unbedingt zu empfehlen für jeden Thriller-Fan!
Vielen Dank an Goldmann für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!
Ich gebe "Das verlorene Dorf" 5 von 5 Sternen

Rezension: Harlan Coben - Ich finde dich

Eckdaten:

Titel: Ich finde dich
Originaltitel: Six Years
Autor/in: Harlan Coben
Genre: Thriller
Seitenzahl: 415
 Verlag: Page & Turner
Preis:14,99 € (Broschiert)
Link: Klick hier!
 

Inhalt:

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fisher war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Meine Meinung:

 Auf diesen Thriller war ich wirklich super gespannt. Von Harlan Coben hatte ich schon viel gehört, seine Bücher gehören mittlerweile zu Bestsellern und der Autor hat für seine Bücher wirklich schon viele Preise gewonnen. Umso gespannter war ich auf "Ich finde dich", das mich mit seinem Klappentext und dem mysteriösen, aber doch simplen Cover lockte.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir persönlich super leicht. Harlan Coben hat einen super angenehmen Schreibstil, das Buch lässt sich einfach und schnell lesen. Außerdem hat der Autor einen guten Sinn für Humor und verfügt über einen tollen Wortwitz, den er auch in dieses Buch einfließen lassen hat. Ich musste nicht gerade wenig beim Lesen öfters mal schmunzeln :)
Die Grundidee vom Buch gefiel mir super. Wir begleiten den Collegeprofessor Jake Fisher auf seiner Suche nach seiner großen Liebe und Ex-Freundin Natalie, sechs Jahre, nachdem er ihr versprochen hat, nicht nach ihr zu suchen, nachdem sie einen anderen geheiratet hat.
Anfangs rätselte ich noch stark mit, was wohl hinter dem mysteriösen Tod von Natalies Ehemann steckt, der die Aufmerksamkeit von Jake weckt und nachdem er sich auf die Suche nach Natalie macht. Die Geschichte wurde immer mysteriöser und spannender, immer mehr Sachen passierten, wo ich mir dachte: "Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Wie will der Autor das bloß am Schluss alles auflösen?"
Etwa ab der Hälfte des Buches wird langsam aber bestimmt deutlich, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Aufmerksame Leser könnten schon am Anfang auf die Auflösung kommen, ich persönlich hatte damit jedoch nicht gerechnet. Nach und nach werden alle Puzzleteile zusammengesetzt und ergeben am Ende auch ein schlüssiges Gesamtbild, es bleiben gegen Ende keine offene Fragen übrig.
Jedoch störte mich die Auflösung, ich mochte nicht, in welche Richtung das Buch am Ende geht und was letztendlich hinter der mysteriösen Geschichte steckt. Gegen Ende wurden dem Leser viele (meiner Meinung nach zu viele) Fakten auf einmal aufgetischt, die teilweise sehr komplex waren. Da es relativ viele Personen in der Geschichte gibt, musste man richtig mitdenken, um die Auflösung am Ende wirklich verstehen zu können.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass kaum Überraschungsmomente in dem Buch zu finden waren. Wie gesagt mochte ich den humorvollen Schreibstil des Autors, doch meiner Meinung nach blieben aufgrund des Humors manchmal leider die Spannung und die Überraschungsmomente aus. 

Fazit:

 Nichtsdestotrotz hat Harlan Coben mit "Ich finde dich" einen soliden Thriller geschaffen, der sich einfach und leicht lesen lässt und mit einem schlüssigen und gut recherchierten, fast schon sehr konstruierten Ende daherkommt. Leider hat mir die Wendung des Buches nicht so gut gefallen, außerdem kamen die Spannungsmomente zu kurz.
Lieben Dank an Page & Turner für die Bereitstelllung dieses Rezensionsexemplares.
Ich gebe "Ich finde dich" 4 von 5 Sternen.
 

Mein Lesemonat Mai 2015

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Hallo, ihr Lieben!

Oben auf dem Bild seht ihr meinen (für mich persönlich) sehr erfolgreichen Lesemonat Mai 2015. Insgesamt habe ich 10 ganze Bücher geschafft sowie die den Rest von "Ich darf nicht schlafen", das waren 297 Seiten.
Insgesamt komme ich damit auf 4102 gelesene Seiten, das macht durchschnittlich pro Tag 132 Seiten

Meine Monatshighlights waren:

Meine gelesenen Bücher:
  1. Ich darf nicht schlafen (S.J. Watson), 3,5 Sterne
  2. Legend - Fallender Himmel (Marie Lu), 4 Sterne
  3. Nacht (Richard Laymon), 5 Sterne
  4. Delirium (Lauren Oliver), 5 Sterne
  5. Selection - Der Erwählte (Kiera Cass), 4,5 Sterne
  6. Loving (Katrin Bongard), 4 Sterne
  7. Das Wesen (Arno Strobel), 4 Sterne
  8. Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (Sabaa Tahir), 5 Sterne
  9. El nino con el pijama de rayas (John Boyne), 4 Sterne
  10. Die Familie (Richard Laymon), 3,5 Sterne
  11. Ich finde dich (Harlan Coben), 4 Sterne
 
In den folgenden Tagen folgen dann meine Neuzugänge im Mai 2015. Wie viele Bücher habt ihr im Mai geschafft?
 
Bis zum nächsten Mal, eure Laura