Samstag, 11. Juli 2015

Rezension: Laura Wiedemann - Homeless

Laura @zeilenverliebt on Instagram photo 01/01/1970 00:00 

Eckdaten:

Titel: Homeless
Originaltitel: Homeless
Autor/in: Laura Wiedemann
Genre: Drama
Seitenzahl: 365
 Verlag: ePubli
Preis: 11,99 € (Taschenbuch)
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Inhalt:

»Homeless« spielt in der fiktiven Kleinstadt Braxton in der Nähe von London. Der 16-jährige John, der vor etwa über einem Jahr sein Zuhause verlassen hat, lebt mit einer Gruppe von obdachlosen Jugendlichen im „Betonklotz“ - ein riesiges Parkhaus, das nie wirklich benutzt wird. Trotz diversen Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen versuchen die Straßenkids zusammenzuhalten und gemeinsam ums Überleben zu kämpfen. Im Verlauf der Geschichte erfährst Du immer mehr von der erschreckenden Wahrheit über das Leben auf der Straße, wo John und seine Clique tagtäglich verschiedenen Gefahren ausgesetzt sind und nie wissen, was sie als nächstes erwartet. Einsamkeit, Gewalt, ständiger Hunger, beißende Kälte und schlaflose Nächte gehören zum Alltag der Teenager. Zudem scheint ihnen Gefahr auf der anderen Seite der Stadt zu drohen - Denn dort haust in einer alten Fabrik eine weitere Gruppe von Obdachlosen, die ihrem Ruf zufolge gefährliche und gewalttätige Kriminelle sind. Doch bestimmte Vorfälle zwischen den beiden Cliquen lassen Zweifel aufkommen und John weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann - Dem Anführer seiner eigenen Gruppe oder seinem geheimnisvollen Gegner Cain aus der Fabrik?

Meine Meinung:

"Homeless" wurde mir von der Autorin Laura Wiedemann persönlich für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt. Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich schon total begeistert und musste natürlich unbedingt schnell weiterlesen!
In "Homeless" tauchen wir in die Welt des 16-jährigen John ein, der auf der Straße lebt. Gemeinsam mit weiteren Obdachlosen, die er liebevoll seine "Familie" nennt, lebt er in einem Parkhaus, auch genannt der "Betonklotz". Wir begleiten John die ganze Zeit und erleben so, wie hart das Leben auf der Straße sein kann.
Ganz leise und still entwickelt sich auch zwischen John und Carrie eine zarte Liebe, von der man gerne gelesen hat.
 John als Hauptprotagonist war mir sehr sympathisch - ich habe stets mit ihm mitgefiebert und auch mit ihm mitgelitten. Im Laufe der Geschichte lernen wir Stück für Stück seine krasse Vergangenheit kennen, die mich wirklich schon sehr schockiert hat.
Aber auch die vielen Nebencharaktere, die in diesem Buch vorgestellt werden, wurden sehr lebhaft dargestellt. Natürlich gibt es anfangs Charaktere, die man eher mag und jene, die man nicht so gerne leiden kann, aber sie wurden so gut ausgearbeitet und beschrieben, dass man sich teilweise mit jedem ein Stück identifizieren konnte.
Im Laufe der Geschichte passieren sehr viele schreckliche Dinge und ich musste des öfteren wirklich mit den Tränen kämpfen, da mich die Geschichte emotional sehr berührt hat.
Als John und seine Freunde nach einer gewissen Zeit dann auf die verfeindete Clique unter dem Anführer Cain treffen, nahm die Geschichte für mich persönlich richtig an Spannung auf und ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Der Anführer Cain wurde so gut beschrieben, dass ich immer ein klares Bild vor Augen hatte.
 Viel zu schnell war die Geschichte dann wieder vorbei, nachdem gegen Ende noch etwas sehr Schreckliches und Trauriges passiert.
Der letzte Satz in dem Buch hat mich nochmal so richtig geschockt und total aufgelöst zurückgelassen.
 Die Autorin hat einen frischen, lebhaften Schreibstil und schafft es, beim Leser die verschiedensten Emotionen (Liebe, Wut, Hass, Trauer) auszulösen. Außerdem hat sie ein großes Talent dafür, Charaktere lebhaft auszuarbeiten und zu beschreiben.

Fazit:

"Homeless" ist das Debüt der Jungautorin Laura Wiedemann, das mich so richtig begeistern konnte! Von der Thematik ist etwas komplett Neues, von dem ich zuvor noch gar nichts gelesen hatte. . Desweiteren schafft sie es, dem Leser das Leben der Obdachlosen näher zu bringen, sodass man danach zweimal drüber nachdenkt, ob man das letzte Stück Pizza einfach so achtlos wegwirft, weil man keinen Hunger mehr hat.
 Deshalb hat "Homeless" meiner Meinung auch definitiv das Zeug zur Schullektüre!
 Nach dem schockierenden Ende kann ich es gar nicht mehr abwarten, den zweiten Teil endlich in meine Hände zu kriegen und wieder in die Welt von John abzutauchen!
 Vielen Dank an Laura Wiedemann für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich gebe "Homeless" 4,5 von 5 Sternen

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