Rezension: Richard Laymon - Die Spur

Freitag, 18. September 2015

Eckdaten:

Titel: Die Spur
Originaltitel: No Sanctuary
Autor/in: Richard Laymon
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 480
 Verlag: Heyne
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)


Inhalt:

  Gillian O’Neill ist jung und attraktiv – und sie hat ein ausgefallenes Hobby. Nachts sucht sie nach Häusern, deren Besitzer offensichtlich für längere Zeit verreist sind, und richtet sich dort ein. Das Problem ist nur, dass Gillian dieses Mal das Haus eines Serienkillers erwischt hat – eines Serienkillers, der seine Opfer gerne in die Wildnis verschleppt. In die Finsternis. Wo er ungestört ist. Wo niemand ihre Schreie hört ...


Meine Meinung:

"Die Spur" ist das neueste Buch von Laymon, was auf Deutsch veröffentlicht wurde. Als begeisterte Laymon-Leserin dachte ich mir: Das Buch musst du unbedingt lesen, vor allem da sich der Klappentext so gut angehört hatte!
 Der Einstieg in das Buch fiel mir wieder sehr leicht. Der Schreibstil ist typisch einfach, locker und flüssig, sodass sich das Buch mal wieder sehr schnell weglesen ließ.
In "Die Spur" gibt es zwei Handlungsstränge, die nach und nach geschickt miteinander verwoben werden. 
Der eine Handlungsstrang handelt von Gillian, einer jungen Frau, deren Hobby es ist, in fremde Häuser einzudringen und es sich dort "gemütlich zu machen", solange die Besitzer weggereist sind. 
Der zweite Handlungsstrang handelt von einem jungen Paar, Rick und Bert, die gemeinsam in der Sierra urlauben und dort von einigen unerwünschten Gästen heimgesucht und verfolgt werden. 
Beide Handlungsstränge waren durchweg spannend geschrieben. Sie wechselten sich nach einem Kapitel jeweils ab und endeten oft mit einem Cliffhanger, was zur Folge hatte, dass man immer wissen wollte, wie es weitergeht. 
Anfangs fragte man sich als Leser natürlich noch, was Rick & Bert jetzt mit der Einbrecherin Gillian gemeinsam haben und worauf die ganze Geschichte hinausläuft. Gegen Ende wurde dies ersichtlich und es wurde noch einmal so richtig spannend.
Ebenfalls wird es am Ende der Geschichte sehr actionreich und es geht auch sehr blutig und brutal zu, aber das ist man von Laymon ja schon gewohnt.
Ich kann aber auf jeden Fall sagen, dass es definitiv blutigere Laymons gibt, dieser Thriller lebt eher von der Spannung. Dennoch gibt es auch hier wieder einige gut ausgebaute Psychopathen, die ihr Unwesen treiben und der Geschichte ihre Würze geben.


Fazit:

"Die Spur" ist ein solider Psychothriller, der sehr von seiner Spannung und der bedrückenden Stimmung lebt und mit wenigen, aber dennoch sehr blutigen Szenen daherkommt. Besonders interessant fand ich den Handlungsstrang von Gillian, weil ich etwas in dieser Form noch nie zuvor gelesen habe.
Das Buch ließ sich aufgrund des einfachen Schreibstils und der Kapitel-Cliffhanger super und schnell lesen.
Definitiv für alle Laymon-Fans zu empfehlen und auch für jene, die Psychothriller lieben!

Herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ich gebe "Die Spur" 4 von 5 Sterne.

Keine Kommentare

Kommentar veröffentlichen