Donnerstag, 21. Januar 2016

Rezension: Clara Weiß - Milchsblut


Eckdaten:
Titel: Milchsblut
Originaltitel: Milchsblut
Autor/in: Clara Weiß
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 480
 Verlag: Goldmann
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
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Bewertung:


Inhalt:   
Ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Seit Generationen ist das Haus nahe der Kapelle die Heimat von Elviras Familie. Das ruhige Leben der Bäuerin wird aber für immer zerstört, als sie eines Tages einen schrecklichen Fund auf dem Nachbarshof macht – ein Toter, auf ein Wagenrad gebunden, grausam hingerichtet. Und dies ist erst der Anfang eines entsetzlichen Mordens, das kein Ende zu nehmen scheint. Da entdeckt Elvira, dass eine alte Heiligenlegende der Schlüssel sein könnte. Doch während sie noch verzweifelt versucht, die Logik des Täters zu begreifen, schneiden Schnee und Eis das kleine Dorf von der Außenwelt ab. Niemand kann mehr entkommen – und Elvira ahnt, dass der Mörder auch sie nicht verschonen wird ...


Meine Meinung:
Wow, was für ein Thriller! Das ist das erste was mir einfällt, wenn ich an "Milchsblut" von Clara Weiß zurückdenke. Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch, obwohl mich der Klappentext schon sehr gereizt hat. Ein von der Außenwelt abgeschottetes Dorf und ein Mörder, der frei herumläuft? Klingt super spannend!
Auch das Cover ist, wie ich finde, super gelungen. Es vermittelt sehr gut die düstere, beklemmende Atmosphäre, die sich in diesem Krimi wiederfinden lässt. Der Titel des Buches wurde in passenden Farben gestaltet. Gefällt mir echt gut!
Der Einstieg in die Geschichte beginnt langsam. Schritt für Schritt werden die einzelnen Protagonisten und Nebencharaktere und ihre Geschichte vorgestellt, sodass man genug Zeit hatte, sich mit ihnen anzufreunden. Alle Charaktere waren sehr lebendig und einzigartig, man konnte sich gut mit ihnen identifizieren.
Mit der Zeit passiert dann der erste Mord, und auch die nächsten lassen nicht lange auf sich warten. Dabei wird sehr beklemmend und düster erzählt. Die Atmosphäre ist gigantisch, man fühlte zum Beispiel richtig mit, als im Haus für einige Tage der Strom ausgefallen ist und die Familie für wenige Tage von der Außenwelt abgeschnitten war. Ich konnte sehr gut mit unserer Protagonistin Elvira, ihrem Mann und ihrem Sohn mitfühlen.
Die Geschichte spitzt sich von Mord zu Mord immer mehr zu. Als Leser fragte man sich die ganze Zeit: Wer könnte der Mörder sein? Wer ist verdächtig? Gegen Ende des Buches hatte ich wohl alle auffälligen Personen mindestens einmal im Visier und war mir überhaupt nicht mehr sicher. Theoretisch hätte es jeder sein können.
Die letzten 70-80 Seiten vergingen dann wie im Flug. Ich konnte wirklich nicht mehr aufhören, zu lesen. Die Geschichte wurde immer spannender, immer mehr erschreckende Geheimnisse wurden aufgedeckt und gemeinsam mit Elvira rätselten wir mit und wir begleiteten sie auf ihrem Weg zur Aufdeckung des Mörders.
Die eigentliche Aufdeckung kam dann recht schnell, und ich war wirklich schockiert, denn mit einem solchen Ende oder Ausgang der Geschichte hätte ich nie im Leben gerechnet.
Ich habe mich dabei erwischt, wie ich nach Zuschlagen des Buches noch sehr lange über die Geschichte nachgedacht habe, weil sie mich so sehr mitgerissen und nachdenklich gemacht hat.


Fazit: 
Was für ein toller, spannender Krimi! Alle Charaktere wurden super ausgearbeitet und waren lebhaft. Die eigentliche Geschichte fing langsam an, entwickelte dann aber immer mehr Spannung und das Ende hat mich wirklich umgehauen. Es kam unerwartet und nie im Leben hätte ich mit einem so atemberaubenden Ausgang gerechnet.
Definitiv kein 08/15-Thriller, denn "Milchsblut" überzeugt mit einer durchaus tiefgründigen Geschichte!

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.

4 Sterne für "Milchsblut"!









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