Dienstag, 22. März 2016

Rezension: T.R. Richmond - Wer war Alice

Eckdaten:
Titel: Wer war Alice
Originaltitel: What she left
Autor/in: T.R. Richmond
Genre: Drama
Seitenzahl: 448
 Verlag: Goldmann
Preis: 14,99 € (Broschiert)
Link: Klick hier!
Bewertung:
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Inhalt:     
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice? 
 
 
 Meine Meinung: 
"Wer war Alice" weckte zuallererst durch sein schönes, auffälliges Cover mein Interesse. Auch der Klappentext klang vielversprechend und sehr spannend.
Nach einigen Seiten merkt man sofort, dass das gesamte Buch ausschließlich aus Blogeinträgen, Posts, Kommentaren und E-Mails besteht. Eine durchaus interessante, jedoch nicht komplett neue Herangehensweise.
Schon auf den ersten Seiten wird vom Tod der Studentin Alice Salmon berichtet, und die Meldung verbreitet sich dank der sozialen Netzwerke wie ein Lauffeuer. Es wird viel gerätselt und Vermutungen aufgestellt. Was ist wirklich mit Alice passiert, war es Selbstmord oder wurde sie in den Fluss gestoßen?
Professor Jeremy Cooke beschließt daraufhin, alles Erdenkliche über Alice selbst und den Vorfall am Fluss zu sammeln und seine eigenen Nachforschungen anzustellen. Es wird schnell klar, dass nicht nur Alices Familie viele Geheimnisse hat, sondern auch Jeremy Cooke selbst. 
Leicht störend fand ich beim Lesen jedoch, dass die Posts und E-Mails nicht chronologisch geordnet sind. Dadurch kommt man sehr schnell durcheinander, wodurch leider auch kaum Spannung aufkam. Viele Informationen waren im Nachhinein betrachtet auch ziemlich überflüssig. Sie trieben die Geschichte nicht voran, sondern machten sie noch viel zäher. 
Die Personen, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, blieben ziemlich blass und charakterlos. Wirklich sympathisch war mir hier auch kaum jemand außer Jeremy Cooke, auf den im Übrigen viel zu offensichtlich und gewollt angeklagt und beschuldigt wurde.
Man liest sich also durch das Buch, saugt die Informationen in sich aus, kommt aber nicht wirklich weiter. Einzig die letzten 50 Seiten im Buch waren wirklich spannend. Hier nahm die Geschichte plötzlich an Fahrt auf. Mit dem Ende hätte ich zwar so nicht gerechnet, fand es aber trotzdem nicht unglaublich gut oder überraschend.
Man hätte die restlichen 400 Seiten getrost streichen können, da sie größtenteils einfach überflüssig waren und die Geschichte keinesfalls vorantrieben. Sehr schade!
Die Idee, ein Buch allein aus Blogeinträgen und Posts aufzubauen, fand ich jedoch gut, es war definitiv mal etwas Anderes. Auch der Schreibstil von T.R. Richmond hat mir sehr zugesagt.


Fazit: 
Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an "Wer war Alice", wurde aber leider enttäuscht. Man hätte sehr viel aus dieser Geschichte machen können. In dem Buch fehlt jegliche Spannung, die Charaktere blieben blass und teilweise auch unsympathisch und auch die Auflösung der Geschichte löste in mir kein Gefühlschaos aus. Man kann das Buch auf jeden Fall lesen, sollte aber keinen spannenden und aufwühlenden Thriller erwarten.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

3 Sterne für "Wer war Alice"!
 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,

    Habe deine Rezension verlinkt, hoffe das ist ok :D

    Mir ging es ähnlich mit dem Buch, die Grundidee fand ich super, aber man hätte so viel mehr daraus machen können.

    Meine Rezension

    Nadine ♥

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