Mittwoch, 20. Juli 2016

Rezension: Bianca K. Linger - David White: Trügerisches Verlangen



Eckdaten:
Titel: David White - Trügerisches Verlangen
Originaltitel: David White - Trügerisches Verlangen
Autor/in: Bianca K. Linger
Genre: Fantasy
Reihe: Teil 1
Seitenzahl: 353
 Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 11,90 € (Taschenbuch)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne


Inhalt:    
»Mein Großvater, ein Geweihter, hat Folgendes gesagt: Das Verlangen ist der Trieb deiner Entscheidungen, doch du musst wachsam sein, damit es dich nicht ins Verderben führt. Verstehst du die Worte?« Inmitten der grünen Idylle seines Zuhauses, dem Spiralenreich, muss David als kleiner Junge Grausames miterleben. Sein Vater wird von Barbaren ermordet. Vom Gedanken an Rache bestimmt, wächst David zu einem Soldaten heran, der das Schwert zu schwingen weiß wie kaum ein anderer. Doch als der Tag der Vergeltung immer näher rückt, scheint er sich ausgerechnet selbst im Weg zu stehen. Er verliebt sich Herz über Kopf in die schöne Laelia und gerät schon bald in ein blutiges Ränkespiel um Macht, Besitztümer und Liebe. Aber wer hält dabei tatsächlich die Fäden in der Hand? Und kann David überhaupt noch gewinnen?


Meine Meinung: 
"David White - Trügerisches Verlangen" ist der erste, aufregende Teil einer neuen Fantasyreihe, die es wirklich in sich hat. Mal ganz abgesehen von diesem atemberaubend schönen Buchcover hat mich auch die spannende Geschichte absolut fesseln können.
Besonders gut hat mir gefallen, schon einmal vorab gesagt, dass in diesem Buch wirklich jeder Leser auf seine Kosten kommt. Neben Verrat, Intrigen, Geheimnissen und Freundschaft kommt nämlich auch das Thema Liebe auf keinen Fall zu kurz.
Unser Protagonist in dem Buch ist David White, der im Reich der Spiralen lebt und seinen Vater schon früh gewaltsam aufgrund von Barbaren verlieren musste. Schon früh schwört er deswegen Rache an den Barbaren.
Auf den ersten 50-60 Seiten werden wir gemächlich in Davids Welt eingeführt und lernen alle wichtigen Charaktere sehr gut kennen. Die einzelnen Charaktere, wie beispielsweise Adam, Paul oder auch Charlie, wurden sehr gut und angemessen in die Geschichte eingeführt und waren alle sehr lebhaft.
Mit der Zeit lernen wir als Leser auch das "Nachbarvolk" kennen, die Elaten. Um die Barbaren besiegen zu können, suchen die Spiralen nämlich die dringende Hilfe der Elaten. Dazu statten sie ihnen ein Besuch ab, und wir lernen den König Elicius, Laelia und weitere Charaktere kennen.
Mit der Zeit entwickelt sich dann eine kleine Liebesgeschichte zwischen David und Laelia, die jedoch geheim gehalten werden muss, da Laelia schon längst Elicius versprochen ist. So entstehen erste große Probleme.
Von da an nimmt die Story stark an Fahrt auf und immer mehr spannende, überraschende und aufregende Ereignisse geschehen. Wir fiebern dabei die ganze Zeit mit unserem Protagonisten David White mit.
Der große Showdown gegen Ende war unglaublich packend, mitreißend, brutal und hat mir sehr gut gefallen. An dieser Stelle auch der Hinweis: Leser mit schwachen Nerven sollten von diesem Buch eher die Finger lassen, da die Beschreibungen teilweise schon sehr explizit sind.
Das Buch endet relativ offen. Ich kann mir eine Fortsetzung sehr gut vorstellen, daher kann ich den zweiten Teil schon gar nicht mehr erwarten :-)
Die angemessene Länge der einzelnen Kapitel sowie ein flüssiger Schreibstil unterstützten ein sehr schnelles Lesen des Buches. Ich selbst habe das Buch somit in weniger als zwei Tagen ausgelesen.


Fazit:
"David White - Trügerisches Verlangen" ist ein vielversprechender Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe. Die Charaktere haben mir alle super gefallen, und auch mit unserem Protagonisten David White konnte ich mich gut identifizieren. Am besten gefallen hat mir jedoch das gesamte Setting, welches die Autorin Bianca K. Linger hier erschaffen hat. Für mich persönlich war es einzigartig und sehr atmosphärisch.
Der Schreibstil ist super flüssig und einfach, und somit war das Buch schnell ausgelesen.
Aufgrund des offenen Endes kann ich es schon gar nicht mehr erwarten, bis ich endlich die Fortsetzung in meinen Händen halten darf :-)

Vielen Dank an die Autorin für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Sehr gute 4 Sterne für "David White - Trügerisches Verlangen"!

Samstag, 16. Juli 2016

Rezension: Anni Ninn - PIP: Geheimwaffe Rebhuhn

Eckdaten:
Titel: PIP - Geheimwaffe Rebhuhn
Originaltitel: PIP - Geheimwaffe Rebhuhn
Autor/in: Anni Ninn
Genre: Chick-Lit, Spannung, Krimi
Reihe: Teil 1
Seitenzahl: 218
 Verlag: Books on Demand
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 3 sterne


Inhalt:
Die liebenswerte und chaotische Pip hat ein Problem. Sie leidet nicht nur unter gebrochenem Herzen, sondern hat sich auch bei ihrer Verwandtschaft hoch verschuldet. Nach einem feucht-fröhlichen Mädelsabend beschließt sie, das Geld zurückzuzahlen. Sie findet schnell einen Job – ausgerechnet bei ihrem Ex-Freund Victor, einem durchtriebenen und äußerst erfolgreichen Enthüllungsjournalisten, den sie noch immer liebt. Ihr erster Auftrag sieht aus wie eine harmlose Recherche. Doch schnell merkt sie bei ihren Ermittlungen, dass weit mehr hinter dem Fall steckt, als gedacht. Und dann ist da noch der unverschämt gutaussehenden Tom, der ihr Herz unvermutet höher schlagen lässt. Aber ist der Surf-Champion jemand, auf den sie bauen kann?


Meine Meinung:
Geheimwaffe Rebhuhn? Was soll es denn damit auf sich haben? Schon der Untertitel des ersten Teils der "Pip"-Reihe rund um die chaotische, aber liebenswerte Patricia, ist genauso humorvoll wie die Geschichte an sich.
Patricia, die von allen nur "Pip" genannt wird, verwickelt sich in diesem ersten Teil sofort in eine verstrickte Geschichte rund um einen Politiker, den sie im Auftrag ihres Exfreundes Victor beschatten soll. Dies alles tut sie, um an Geld heranzukommen und die Schulden innerhalb ihrer Verwandtschaft abbezahlen zu können.
Pip ist eine tolle Protagonistin, die ich während des Lesens wirklich in mein Herz geschlossen habe. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben und dementsprechend sehr humorvoll. Ich musste an einigen Stellen wirklich laut lachen. Pip steht mit beiden Beinen im Leben - sie lebt zwar kein überaus spannendes Leben, hat jedoch zwei gute Freundinnen und ihr Haustier, das Rebhuhn Vidette, mit welchem sie in einer kleinen Wohnung lebt.
Als sie den "Auftrag" von ihrem Exfreund annimmt und anfängt, einen hohen Politiker zu beschatten, ändert sich ihr Leben schlagartig von einem Tag auf den anderen. Im Laufe des Buches lernt sie viele unterschiedliche Menschen kennen und erlebt aufregende, teils jedoch auch gefährliche Sachen.
Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, die Kapitel sind weder zu kurz, noch zu lang. Die Sicht aus unserer Protagonistin Pip hat mir sehr gut gefallen, da die Erzählweise so sehr frisch und locker war und man sich beim Lesen wirklich wohl fühlte. Pip musste man während des Lesens einfach in sein Herz schließen.
Die Auflösung des Falls hat mir auch gut gefallen. Anfangs vermutet man vielleicht eher eine locker leichte Geschichte ohne viel Tiefgang, am Ende wird man dann doch überrascht, was sich die Autorin Anni Ninn alles einfallen lassen hat, um die Geschichte zu einem runden und würdigen Abschluss zu bringen. Das hat mir wirklich gut gefallen :-)
Trotzdem hätte ich mir am Anfang und im Mittelteil des Buches noch ein wenig mehr Tiefgang beziehungsweise ergänzende Informationen gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell und hastig ging und einige Charaktere nicht die nötige Tiefe bekommen haben, die sie verdient hätten.



Fazit:
Der erste Teil der "Pip"-Reihe ist ein frischer, lustiger und kurzweiliger Frauenkrimi, der durch eine super sympathische Protagonistin und einer Geschichte, die langsam an Fahrt aufnimmt, überzeugt. Der Roman besitzt letztendlich eine unerwartete Tiefe, die man anfangs vielleicht nicht unbedingt vermutet.
 Das Buch war super einfach und schnell zu lesen, ich hätte mir persönlich jedoch noch ein wenig mehr Tiefgang, besonders bei einigen Nebencharakteren, gewünscht. Auch gingen mir einige Ereignisse einfach ein wenig zu schnell.
Ansonsten ist die Geschichte jedoch empfehlenswert für alle, die noch eine kurzweilige Strandlektüre suchen! :-)

Vielen Dank an Anni Ninn für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Gute 3,5 Sterne für "Pip - Geheimwaffe Rebhuhn"!

Freitag, 15. Juli 2016

Rezension: Anna-Sophie Caspar - Verzaubert: Geheimnisvolle Nachbarn

Eckdaten:
Titel: Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn
Originaltitel: Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn
Autor/in: Anna-Sophie Caspar
Genre: Mystery, Fantasy
Reihe: Teil 1
Seitenzahl: 388
 Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
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Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne


Inhalt:    
Stell dir vor, in deiner Nachbarschaft verschwindet eine Villa samt ihrer Bewohner und nur du kannst sie noch sehen. Was würdest du tun? Vor allem, wenn du dich zu einem der geheimnisvollen Nachbarn stärker hingezogen fühlst, als es gut für dich ist? Die zwanzigjährige Effie findet sich genau in dieser Situation wieder. Als sie Eden begegnet, spürt sie, dass sie sich lieber von ihm fernhalten sollte. Aber sie schafft es nicht. Ihre Neugierde und ihre Gefühle sind stärker als ihr gesunder Menschenverstand. Sie will nur eins: Das Geheimnis von Eden und seinen mysteriösen Freunden lüften. Dabei findet sie heraus, dass sie keine gewöhnlichen Menschen sind. Und plötzlich ist Effie selbst Teil des Geheimnisses.


Meine Meinung: 
Nachdem ich den Klappentext von "Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn" gelesen habe, war mein Interesse sofort geweckt. Der Inhalt klang geheimnisvoll, mysteriös und spannend. Und da ich solche Geschichten liebe, war klar: Ich muss dieses Buch lesen!
Gleich der Anfang in das Buch passiert fiel super leicht. Wir lernen unsere Protagonistin Effie schnell kennen und bekommen einen direkten Einblick in ihr Leben: sie hat gerade ihre Abiturprüfungen geschrieben, lebt mit ihrer Familie in einem beschaulichen kleinen Dorf und ist mitunter sehr tollpatschig, aber auch gerade dessen wirklich liebenswert. Sie lebt ein unspannendes Leben. Bis eines Tages Eden in ihr Leben tritt - ein geheimnisvoller Fremder, der auf sie zunächst sehr abweisend reagiert, aber zu dem sie sich trotzdem hingezogen fühlt. Eden zieht mit fünf weiteren Menschen in das Nachbarhaus. Das Kuriose ist nur, dass anscheinend nur Effie ihre neuen Nachbarn sehen kann - für ihre Familie sind sie unsichtbar.
Es häufen sich mysteriöse und mitunter auch sehr gefährliche Vorkommnisse, und als Leser rätselt man die gesamte Zeit mit: Was hat es mit Eden und seinen Freunden auf sich? Ich habe mir alles mögliche ausgemalt und immer wieder mitgefiebert. Das Buch konnte ich anfangs so auch gar nicht aus der Hand legen, es passieren so viele Sachen auf einmal und man kommt des Rätsels Lösung immer näher.
Zwischen Eden und Effie entwickelt sich eine immer stärkere Beziehung und die beiden verlieben sich ineinander.
Etwa ab der Hälfte des Buches erfahren wir gemeinsam mit Effie, was es mit Eden und den anderen auf sich hat (keine Angst, ich werde hier natürlich nicht spoilern :-)). Ich kann nur sagen: was für eine Welt die Autorin Anna-Sophie Caspar hier erschaffen hat, hat mir überragend gut gefallen!
Die Idee ist zwar nicht vollkommen neu, aber ihre persönliche Ausgestaltung und ihre eigene Note der Charaktergestaltung und -entwicklung war einzigartig und faszinierend. Ich war vollkommen überrascht und hätte, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, nicht mit einem solchen Verlauf der Geschichte gerechnet, es hat mir jedoch sehr gefallen.
Ich habe mich mit Effie, Eden und den anderen im Laufe des Buches angefreundet und war komplett in ihrer Welt gefangen. Gegen Ende nimmt das Buch noch einmal stark an Fahrt auf und wird sehr spannend. Man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen, es liest sich unglaublich schnell und flüssig und die Kapitel sind weder zu kurz, noch zu lang.
Das Ende ist offen und lässt auf jeden Fall viel Platz und Spielraum für eine Fortsetzung, da noch längst nicht alle Fragen rund um Edens Welt geklärt sind.


Fazit:
Das Buch "Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn" überzeugt mit tollen und einzigartigen Charakteren, in die man sich sofort hineinversetzen kann und in denen man im Laufe der Geschichte wirklich Freunde findet. Die Idee hinter die Geschichte, die Welt die von Anna-Sophie Caspar erschaffen wurde, hat mich sehr überrascht und fasziniert und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte noch weiterentwickelt - da das Ende vom ersten Teil offen ist. :-)
Das Buch ist einfach geschrieben und liest sich flüssig und ist empfehlenswert für alle, die auf Mystery bzw. Fantasy-Geschichten stehen!

Vielen Dank an Anna-Sophie Caspar für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

4 Sterne für "Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn"!


Donnerstag, 7. Juli 2016

Rezension: Owen Sheers - I saw a man

Eckdaten:
Titel: I saw a man
Originaltitel: I saw a man
Autor/in: Owen Sheers
Genre: Drama
Seitenzahl: 300
 Verlag: DVA
Preis: 19,99 € (Hardcover)
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Bewertung:
Bildergebnis für 3 sterne


Inhalt:    
Nach dem tragischen Tod seiner Frau Caroline, die als Journalistin bei einem Auslandsdreh in Afghanistan ums Leben gekommen ist, erträgt Michael es nicht länger im gemeinsamen Heim in Wales. In dem Versuch, ein neues Leben zu beginnen, zieht er nach London, wo er auf die Nelsons trifft: Josh, Samantha und ihre zwei Töchter wohnen im Haus nebenan, und aus einer Zufallsbekanntschaft wird schnell – allzu schnell? – eine intensive Freundschaft. Michael geht bei den Nelsons wie selbstverständlich ein und aus, bis er eines Samstagnachmittags ihre Hintertür halb offen stehend vorfindet. In dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, betritt er das augenscheinlich leere Haus ... und setzt damit eine Folge von Ereignissen in Gang, die ihrer aller Leben schlagartig und auf immer verändern wird.


Meine Meinung: 
Als ich mir den Klappentext von "I saw a man" von Owen Sheers durchgelesen habe, dachte ich sofort: Wow, das ist auf jeden Fall ein Buch für mich! Die Geschichte klang vom Klappentext her spannend, nervenaufreibend und geheimnisvoll.
Leider musste ich aber allzu schnell feststellen, dass das Buch, dessen Klappentext einen so neugierig gemacht hat, alledem letztendlich kaum bis überhaupt nicht entspricht.
Die Geschichte beginnt zäh und schleppend. Uns wird der Protagonist Michael bekanntgemacht, der seine Frau Caroline vor einigen Jahren bei einem tragischen Unfall in Afghanistan verloren hat. Ebenfalls lernen wir die Familie Nelson kennen, mit der sich Michael nach dem Tod seiner Frau in London anfreundet.
Die eigentliche Haupthandlung stellt dar, wie Michael eines Tages das leerstehende Haus der Nelsons betritt und darin dann auf Erkundungstour geht. Auf seiner Tour findet er im Laufe der Zeit immer mehr Dinge über die Nelsons heraus.
Unterbrochen wird diese Erkundungstour jedoch immer wieder durch längere Erzählungen über Michaels Leben und das der Nelsons unterbrochen. Schön und gut, da man so ja viele weitere Hintergrundinformationen erhält. Leider sind diese Sequenzen jedoch entschieden zu lang, sodass die Spannung nicht oben gehalten wird, sondern immer weiter abflacht.
Ich habe mich nicht selten dabei erwischt, wie ich ganze Seiten einfach nur quergelesen habe, in der Hoffnung, dass mal wieder etwas Spannendes passiert. Vergeblich. War man als Leser dann wieder in der Haupterzählung angekommen, dauerte diese nicht lang, sodass man bald wieder in der langweiligen Nebenhandlung angekommen war.
In dieser Nebenhandlung werden viele unnötige Ereignisse geschildert und Personen vorgestellt, die die Geschichte an sich überhaupt nicht voranbringen und aus diesem Grunde vollkommen überflüssig waren.
Erst im letzten Drittel passiert die eine spannende Sache im Haus der Nelsons, die im Klappentext schon so stark angeteasert wurde.
Der Buchtitel "I saw a man" ist dabei noch nicht einmal irreführend, da er ziemlich genau widerspiegelt, was in dem Moment passiert, indem das Leben aller für immer verändert wird.
Doch leider ließ mich diese Sache, obwohl sie schlimm genug ist (ich verrate natürlich nichts ;-)), relativ kalt. Dies lag wahrscheinlich vor allem daran, dass ich zu keinem der Charaktere eine Beziehung aufbauen konnte.
Und auch der restliche Teil des Buches verlief leider ziemlich schleppend und unspannend. Natürlich hat es mich interessiert, wie Michaels Leben nun weiter verläuft, aber trotzdem erwischte ich mich dabei, die Lust am Buch verloren zu haben.


Fazit:
"I saw a man" ist leider absolut kein Thriller, so wie es der Klappentext definitiv andeuten ließ. Das Buch ist eher ein gewaltiges (Familien-)Drama, das durch lange und intensive Charakterbeschreibungen und ausschweifende Nebenerzählungen besticht. Es wurde definitiv eine tolle Geschichte in einem eindringlichen Szenario erzählt, leider wurden aber durch den Klappentext vorher falsche Hoffnungen geweckt. Ich hatte deshalb falsche Erwartungen an das Buch, die leider nicht erfüllt wurden.
Pluspunkte für das Buch gibt es jedoch für den tollen Schreibstil und die interessanten Charaktere.

Vielen Dank an den DVA Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

2,5-3 Sterne für "I saw a man"!




Rezension: Amie Kaufman & Meagan Spooner - These Broken Stars (Lilac und Tarver)

Eckdaten:
Titel: These Broken Stars - Lilac und Tarver
Originaltitel: These Broken Stars
Autor/in: Amie Kaufman & Meagan Spooner
Genre: Sci-Fi, Fantasy, Drama
Reihe: Teil 1
Seitenzahl: 491
 Verlag: Carlsen
Preis: 19,99 € (Hardcover)
Link: Klick hier!
Bewertung:
Bildergebnis für 4,5 sterne


Inhalt:     
Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls... 


Meine Meinung: 
"These Broken Stars" war eine meiner meist erwarteten Neuerscheinungen im Jahr 2016! Umso mehr hatte ich mich dann gefreut, das Buch Ende Mai endlich in den Händen halten zu können. Zum Cover brauche ich wohl nichts mehr sagen: es ist wirklich wunderschön. Da haben die Grafikdesigner wirklich wieder einmal ganze Arbeit geleistet! Ebenfalls toll finde ich, dass der englische Buchname vom Carlsen Verlag übernommen wurde, denn er passt einfach perfekt zum Inhalt.
Gleich die ersten Seiten des Buches haben mich gefangen genommen. Wir werden Seite um Seite mit der Welt von Lilac und Tarver, unseren beiden Protagonisten, vertraut gemacht. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein - Lilac ist die Tochter des reichsten Mannes auf der Welt, Tarver ist ein Soldat und stammt aus einfachen Verhältnissen. Anfangs weiß man als Leser noch nicht wirklich, in was für einer Welt die beiden leben, doch mit der Zeit findet man sich wirklich gut zurecht und kann vollkommen in der Welt eintauchen.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Lilac und Tarver erzählt, zwischen den einzelnen Kapiteln stehen Aufzeichnungen eines Gespräches, das mit Tarver geführt wird.
Die ganze Szenerie im Weltall auf der Icarus, dem größten Luftschiff der Welt, war einfach unglaublich und konnte mich absolut begeistern. Ein bisschen erinnert die Story zunächst an Titanic - nur dass das Ganze eben im All stattfindet.
Mir fiel es anfangs noch schwer, mich mit den beiden Protagonisten Lilac und Tarver zu identifizieren und anzufreunden. Doch auch dies hat sich, besonders nach dem verheerenden Absturz des Luftschiffes, gelegt. Wir begleiten unsere beiden Charaktere dabei, wie sie einen vollkommen fremden Planeten gemeinsam erkunden.
Das wurde von den beiden Autorinnen wirklich sehr anschaulich und spannend beschrieben, irgendwann war man einfach nur noch komplett gefangen in Lilacs und Tarvers Welt. Man stellte sich als Leser die ganze Zeit die Frage: Was hat es mit dem Planeten auf sich? Gibt es dort eventuell Leben?
Immer mehr übernatürliche und mystische Sachen passieren und die beiden Protagonisten erforschen immer mehr vom Planeten. Dabei geraten sie nicht gerade selten in brenzlige, gefährliche Situationen.
Der Mittelteil des Buches wird stellenweise ein wenig zäh und schleppend, auf den letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte jedoch wieder an Fahrt auf und es wird immer spannender. Man vergisst beinahe zu atmen.
Es gab zwar eine Szene im hinteren Mittelteil um Lilac, die mir leider weniger gut gefallen hat und die die Geschichte ein wenig ins Negative gezogen hat, ansonsten hat mir die Geschichte jedoch sehr gut gefallen.
Das Ende war überraschend, hat mir aber gut gefallen. Ich war beinahe ein wenig traurig, Lilac und Tarver nun fortziehen lassen zu müssen - freue mich jetzt jedoch umso mehr auf den nächsten Band der Reihe, in welchem zwar Lilac und Tarver keine Hauptrolle mehr spielen, trotzdem jedoch noch ein Teil sein werden :-)


Fazit: 
Was für ein tolles, spannendes und aufregendes Buch! Ich kann "These Broken Stars" nur jedem empfehlen, der auf Fantasy/Sci-Fi-Bücher mit tollem Szenario und starken, eigenwilligen Charakteren, die sich im Laufe des Buches um 180 Grad drehen, steht! Der Mittelteil ist leider teilweise ein wenig zäh, das spannende Ende macht dies jedoch wieder wett. 
Ich kann es gar nicht erwarten, bis im November der 2. Teil erscheint!

Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

4,5 Sterne für "These Broken Stars"!