Interview mit Sebastian Fitzek

Montag, 16. Oktober 2017 | 0 Comments
Ihr Lieben!

Ich hatte auf der Frankfurter Buchmesse 2017 die große Ehre, meinen absoluten deutschen Lieblingsautor Sebastian Fitzek interviewen zu dürfen. Vielen Dank an Droemer Knaur für diese tolle Möglichkeit! Ich habe mich unglaublich darüber gefreut.
Diejenigen, die mich kennen, wissen, was für ein großer Fan ich von Fitzek und seinen Büchern bin (am 25.10. erscheint übrigens sein neuestes Buch "Flugangst 7A" - ist natürlich schon längst vorbestellt!).
Das Interview war toll - Sebastian Fitzek war unglaublich sympathisch, offen und humorvoll. Man hat ihm den Messetrubel nicht angemerkt, er war sehr entspannt und hat sich Zeit für meine Fragen genommen.
Ich hatte euch vorab bei Instagram gefragt, welche Fragen ihr an Fitzek habt. Vielen Dank für eure zahlreichen Vorschläge!
Und jetzt ganz viel Spaß beim Lesen des Interviews!



1. Steht das Ende für jedes Buch vorher ungefähr fest oder entwickelt sich im Laufe des Schreibens auch eine gewisse Eigendynamik?
Es gibt immer so zwei Phasen. Die erste Phase ist, dass ich denke, das Ende zu kennen und auch immer ein Exposé schreibe, also eine Inhaltszusammenfassung. Dann setze ich mich an das Schreiben heran, gucke in der Regel nicht mehr in das Exposé rein und merke dann spätestens nach 80 Seiten, dass die Figur ihr Eigenleben entwickelt hat und selbst alles über den Haufen schmeißt. Bei "Passagier 23" musste ich dann noch einmal von vorne anfangen, weil die Figur partout nicht auf dem Schiff bleiben wollte. Ich wollte aber keinen Hamburger Hafenkrimi schreiben, also habe ich eine neue Figur entwickeln müssen. Und das ist dann das Schöne nach 80 Seiten, dass man merkt, jetzt ist es keine Reißbrett-Geschichte mehr. Dann beginnt aber die Phase des Zweifelns, ob man jemals irgendwo ankommt. Und tatsächlich kommt man in der Regel bei einem ganz anderen Ende an, als man sich das vorher ausgedacht hat.

2. In welchem Genre würden Sie gerne mal schreiben, haben aber Angst davor?
"Noah" zum Beispiel ist ja eher innerhalb des Spannungsgenres, aber auch gleichzeitig ein globaler, weltumspannender Thriller. Wenn man in neue Bereiche eintaucht, in denen man sich vorher nicht auskennt, hat man immer zunächst ein wenig Respekt davor. Umso wichtiger ist es, dass man dann Experten hat, die das Buch lesen, nachdem man es geschrieben hat, um dann zu gucken, ob man korrekt und faktengetreu geschrieben hat. Um einfach zu gucken, ob das denkbar ist, was man da schreibt. Dann darf man sich aber auch nicht zu schade sein, das Ganze nochmal zu überarbeiten, wenn man merkt: nee, so geht's nicht.

3. Haben Sie eine gewisse Schreibroutine?
Das kann man vergleichen mit einer Sportroutine. Ich persönlich bin kein begeisterter Sportler. Ich mache das hauptsächlich, um die ganzen Kinderriegel, die ich mir zwischen den Kapiteln reinpfeife, am Ende des Buches wieder herunterzubekommen und zwinge mich dann auch wirklich zweimal in der Woche zum Sport. Da muss ich mir dann feste Zeiten setzen. Wenn ich erstmal angefangen habe, dann ist es auch gut. Dann laufe ich auch meine drei oder fünf Kilometer. Ich habe aber tausend Ausreden, um es nicht zu tun. Das ist beim Schreiben ähnlich. Insofern ist es am besten für mich persönlich, dass ich sage, nachdem die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, dann setze ich mich so früh wie möglich, sprich 9 Uhr, an den Schreibtisch und hoffe dann, dass irgendetwas Produktives dabei entsteht. Und das mache ich dann so lange, bis ich mindestens ein Kapitel geschrieben habe. Das ist dann nie das Kapitel so wie in der Endfassung, aber ich muss das Gefühl haben, etwas getan zu haben an dem Tag. Manchmal schreibe ich dann mehr, manchmal sitzt man auch ein paar Stunden da und merkt, das geht überhaupt nicht, aber nichts ist schlimmer als die Angst vor dem weißen Blatt, und das ist eher so ein Krampf. Gegen diesen Krampf sollte man dann anlaufen, und den löst man dann auch eben durch Schreiben. Ich setze mir also ganz klare Termine, aber innerhalb einer großen Zeitfrist. Wenn ich um 9 Uhr am Schreibtisch sitze, heißt das noch nicht, dass ich um 9 Uhr auch den ersten klugen Satz schreibe.

3. Wie viel Zeit vergeht von der ersten Überlegung für ein Buch bis zur finalen, endgültigen Fassung?
Das ist sehr weitgefasst. Ich kann schon über mehrere Ideen gleichzeitig nachdenken. Ich kann aber nicht mehrere Ideen gleichzeitig aufschreiben. Wenn ich mir so überlege, okay, das ist jetzt die Idee, die du verwirklichen möchtest, dann geht es zunächst an das Exposé. Und vom ersten Satz des Exposés bis dass das Buch dann im Regal steht, vergeht ungefähr ein Jahr.
Ich habe 2005 meine erste Transatlantik-Kreuzfahrt gemacht. 2008 habe ich in der Park Avenue über verschwundene Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen gelesen. 2012 habe ich dann die Idee zusammen gehabt. Nämlich dass ich nicht über verschwundene Passagiere schreibe, sondern über welche, die wieder auftauchen. Ich habe aber nicht von 2005 bis 2014, wo das Buch "Passagier 23" dann erschienen ist, auch wirklich an diesem Buch gearbeitet.
Manchmal hat man eine Idee für ein Buch und setzt sich sofort daran, manchmal gärt diese Idee für lange Zeit, bis man endlich merkt: ja, jetzt hast du den Zugang gefunden für ein Thema.

4. Für ein Buch wie zum Beispiel "Noah" muss man dann wahrscheinlich auch viel länger recherchieren als für andere Bücher, oder?
Ganz genau. Wenn ich über Protagonisten schreibe, die Autoren oder Radiomoderatoren sind, dann tauscht man sich aus, dann schreibt sich das so herunter. Wenn ich dann aber über einen Kernphysiker schreibe, der in einem Kernkraftwerk eine Führung macht, dann muss ich da mehr recherchieren, weil ich zum Beispiel noch nie in einem Kernkraftwerk war.

5. Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Schriftsteller geworden wären?
Ich habe lange Zeit beim Radio gearbeitet, wäre dann also wahrscheinlich Programmdirektor bei einer Radiostation geworden, was nicht das Schlechteste ist. Ich bin aber ein Mensch, der immer wieder etwas Neues ausprobieren möchte. Ich habe ja mein zweites Staatsexamen gemacht und wäre dann vielleicht auch Strafverteidiger geworden. Also das ist etwas, was mich auch sehr interessiert hat.

6. Welchen Tipp würden Sie Ihrem früheren Autoren-Ich geben?
Ich hatte wahnsinnig viel Glück. Der Tipp ist tatsächlich, dass Autoren sich selbst zunächst einmal wie eine Hauptfigur eines ihrer Romane betrachten, gerade wenn man Thriller oder Spannungsliteratur schreibt. Und jetzt sollten sie sich überlegen: wenn sie eine fiktive Geschichte mit sich selbst in der Hauptrolle schreiben, und diese Geschichte heißt "Junger Autor will ein Buch veröffentlichen, sucht einen Verlag und hat den Traum, Bestsellerautor zu werden". Wie würde diese Geschichte laufen, damit sie spannend ist, damit andere sie lesen? Würde sie so gehen, dass man sagt: der Autor schreibt ein Buch, geht auf die Buchmesse, findet 80 Verlage, die sich darum reißen, es gibt einen Vorschuss von 2 Mio. €, er zieht nach Hollywood, wo das Buch verfilmt wird und lebt in einer Villa mit einem Filmstar. Ist das die Geschichte? Nein, das ist nicht die Geschichte, und sie ist auch sehr langweilig. Warum? Weil sie unrealistisch ist und weil das keinen Spaß macht. Was ist realistisch? Autor geht auf die Buchmesse, wird von keinem angeguckt, die Idee droht, geklaut zu werden, Manuskript wird ungelesen zurückgeschickt, die Eltern sagen "Mach doch mal was vernünftiges", das Geld wird knapp, man zweifelt an sich selbst. Und irgendwann am Ende kommt dann doch der Durchbruch. Aber am Anfang fällt der Held immer wieder auf die Schnauze. Immer. Warum mögen wir die Geschichte? Weil sie realistisch ist. Und das ist wichtig zu wissen. Wenn das Manuskript ungeöffnet zurückgeschickt wird, wenn man eine schlechte Kritik bekommen hat. Dann muss man sagen: ja, so wäre das in meinem Buch mit mir als Hauptperson auch. Genau so. Und dann kann man die ganzen Rückschläge, die man bekommt, viel besser verarbeiten, weil man sich auf sie einstellt. Und dann weiß man aber am Ende auch, der Held siegt. Und darauf muss man zuarbeiten.

7. Was sind Ihre Autorenvorbilder?
Nach wie vor lese ich Stephen King sehr gerne, aber auch Michael Ende. "Die unendliche Geschichte" hat mich damals sehr inspiriert. Als Jurist bin ich John Grisham immer treu geblieben. Ich habe alles von Henning Mankell gelesen, was eigentlich so gar nicht zu mir passt, weil er eher Krimis anstatt Thriller schreibt. Im Spannungsbereich empfehle ich immer sehr gerne Michael Robotham, der eine wunderbare Krimi-Thriller-Serie ins Leben gerufen hat mit einem an Parkinson erkrankten Ermittler. Und Harlan Coben mag ich sehr, diese amerikanische Art finde ich sehr gut. Das sind so die Autoren, die ich aktuell immer gerne empfehle.

8. Zuletzt noch: wo finden Sie die Inspiration für Ihre Geschichten?
Die Ideen und Themen kommen aus dem Alltag. Oftmals reicht es, dass jemand bei mir an der Tür klingelt und ein Paket für einen Nachbarn abgeben will, den ich nicht kenne. Und dann bin ich in meiner eigenen Geschichte. Die Figuren sind häufig auch aus dem Alltag, wobei es dann nur einzelne Aspekte sind. Ich probiere immer, dass sich die Person dann selbst nicht erkennt. Weil keiner sich glaube ich in einem Psychothriller wiedererkennen möchte. Wenn, dann frage ich vorher. Außerdem will man ja eigene Geschichten und eigene Figuren entwickeln. Aber natürlich hat man bestimmte Macken und Marotten, auf die man achtet, einfach bestimmte Dinge, die man dann aufgreift. Manchmal ist es eben dann auch das Unterbewusstsein, wo man am Ende merkt: ach guck mal, da hast du ja den oder den skizziert, ohne es mitbekommen zu haben. Das Unterbewusstsein ist immer Co-Autor.


Ich hoffe, es hat euch gefallen!
Bis dann, eure Laura
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Meine ReBuy-Bestellung im September 2017

Mittwoch, 6. September 2017 | 1 Comment
*Gesponserte Produktplatzierung

Hallo, ihr Lieben!

Vor kurzem hat mich ein tolles ReBuy-Paket erreicht und ich wollte euch den Inhalt meiner Bestellung auf keinen Fall vorenthalten!


Ich bin ja schon ein langjähriger ReBuy-Fan und bestelle dort alle paar Monate immer mal wieder (was meinem SuB, seien wir mal ehrlich, leider weniger gut tut). Man kann dort alles mögliche gebraucht bekommen - egal ob Bücher, CDs, DVDs, Handys oder was auch immer. Ich benutze die Seite aber eigentlich ausschließlich für Bücherbestellungen (wer hätte es gedacht?).


Eine Funktion, die ich besonders toll an ReBuy finde: für jeden Artikel gibt es unterschiedliche Zustandsbeschreibungen - von "stark genutzt" bis "wie neu", und je neuer z.B. das Buch aussieht, desto teurer ist es natürlich auch. So kann man bei der Bestellung selbst entscheiden, wie viel einem das Buch wert ist :-)

Genug geredet! Jetzt zeige ich euch endlich die Bücher, die ich mir bestellt habe:





1. Mona Kasten - Trust Again
Ich muss ehrlich sein: ich fand "Begin Again", den ersten Teil dieser Reihe, leider nur so mittelmäßig. Da aber so viele von "Trust Again" (also Teil 2) geschwärmt haben, dachte ich mir: egal, probierst du es nochmal. Mona Kastens Schreibstil finde ich ja echt toll! Ich bin sehr gespannt. Hier gehts zum Buch!

2. Donna Tartt - Der Distelfink
Einige von euch haben bestimmt schon mitbekommen, dass "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. Da steht es für mich natürlich außer Frage, dass ich auch Tartt's anderes Buch "Der Distelfink" lesen werde! Mit seinen über 1000 Seiten ist es schon ein echter Brocken, aber ich freue mich schon so sehr drauf! Hier gehts zum Buch!

3. Elle Kennedy - The Deal
Um ehrlich zu sein, weiß ich bei diesem Buch gar nicht so genau, worum es eigentlich geht. Aber erstens: Das Cover! Dieses Cover! Zweitens: ein bisschen New-Adult hat noch keinem geschadet. Und drittens: jeder, mit dem ich bisher über dieses Buch geredet habe, ist begeistert. Das sind genug Gründe, die für das Buch sprechen, oder? Hier gehts zum Buch!

4. J. Lynn - Trust in me
"Wait for you", den ersten Teil von Jennifer L. Armentrouts toller YA-Reihe, hatte mich vor rund einem Jahr komplett begeistert! "Trust in me" erzählt nun die Geschichte von "Wait for you" aus männlicher Sicht (aus Cams Sicht um genau zu sein, hach, schmacht). Ich kann gar nicht warten, in die Geschichte abzutauchen! Hier gehts zum Buch!

5. Amy Plum - Von der Nacht verzaubert
Danke Clara, dass du mich so neugierig auf dieses Buch gemacht hast! Du bist maßgeblich daran beteiligt, dass es in meinem Warenkorb gelandet ist. :-) Die Geschichte klingt unglaublich spannend, mysteriös und faszinierend - und dieses tolle Cover toppt ja wohl mal wieder alles. Hier gehts zum Buch!

6. Julia Engelmann - Eines Tages, Baby
Julia Engelmann ist Poetry-Slammerin - ein Thema, welches ich unglaublich interessant finde! Genau aus diesem Grund habe ich mir dieses Buch ausgesucht. Es ist zwar ziemlich dünn (max. 150 Seiten, glaube ich) aber ich glaube, dass es mich begeistern kann! Bin sehr gespannt drauf! Hier gehts zum Buch!


Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden mit meiner Bestellung und freue mich unglaublich auf alle Bücher! Klar sieht man am ein oder anderen Buch ein paar Gebrauchsspuren, aber damit gebe ich mich zufrieden - die Bücher sind immerhin alle gebraucht und eben nicht unbenutzt. Alle Bücher aus der Bestellung entsprachen jedoch ihren Zustandsbeschreibungen :-)
Habt ihr vielleicht eins der Bücher schon gelesen? Dann schreibt mir gerne in die Kommentare, wie sie euch gefallen haben!
Habt ihr jetzt vielleicht auch Lust bekommen, mal ein bisschen auf der Seite vorbeizugucken? Dann benutzt auf jeden Fall meinen Rabattcode ZEILENREBUY1 bei der Bestellung! Damit spart ihr 15% bei einem Bestellwert ab 25€! ♡


Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben!
Eure Laura ♡

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Rezension: Lauren Oliver - Als ich dich suchte

Donnerstag, 17. August 2017 | 1 Comment
Hallo, ihr Lieben!
Ich melde mich heute zurück mit einer neuen Rezension, und zwar zu Lauren Olivers  spannendem Buch "Als ich dich suchte"! Wenn ihr wissen wollt, wie es mir gefallen hat, dann lest einfach weiter!



Eckdaten:
Titel: Als ich dich suchte
Originaltitel: Vanishing Girls
Autor/in: Lauren Oliver
Genre: Thriller, Drama
Seitenzahl: 368
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2017
 Verlag: Carlsen
Preis: 19,99 € (Gebundene Ausgabe)
Bewertung:
Bildergebnis für 4 sterne

Inhalt:    
Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist.

Meine Meinung: 
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich gefreut habe, als ich gehört habe, dass ein neues Buch von Lauren Oliver auf Deutsch übersetzt wurde. Von "Vanishing Girls" (so der Originaltitel) hatte ich vorab schon sehr viele gute Meinungen gehört; umso gespannter und neugieriger war ich also, als ich dann erfahren habe, dass es das Buch auch auf Deutsch gibt.
Kurz vorab: ich bin ein sehr großer Fan von Lauren Olivers Schreibstil. Die Autorin schreibt sehr einfach, dafür aber lebhaft und einprägsam. Man kommt wirklich sehr gut durch ihre Bücher durch, und möchte auch immer wissen, wie es weitergeht. Seitdem ich von ihrem Buch "Wenn du stirbst..." so begeistert gewesen war, hatte ich mir vorgenommen, jedes ihrer Bücher zu lesen.
So, nun zum Buch "Als ich dich suchte": Die ersten 50 Seiten fand ich ehrlicherweise leider ziemlich schleppend und langweilig. Viel ist nicht passiert. Aber klar, natürlich muss der Leser erstmal in die Geschichte hineingeführt und mit den ganzen Charakteren warm werden.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Nick sowie Dara erzählt. Durch den tollen, sehr persönlichen und intimen Schreibstil von Lauren Oliver fühlt man sich den Charakteren unglaublich verbunden und nah und taucht wirklich stark in ihre Gefühlswelt ein. Zum Beispiel habe ich sehr stark mit Nick mitgefühlt, als sie verzweifelt nach ihrer Schwester Dara gesucht hat.
Nach den ersten relativ zähen 50 Seiten nahm die Geschichte sehr, sehr schnell an Fahrt auf. Dadurch, dass die geheimnisvolle Geschichte um die Schwestern Nick & Dara immer wieder auch in Rückblenden erzählt ist, wird auch immer wieder ein anderes Licht auf die Story geworfen. Es war mir nicht ganz klar, worauf das Ganze am Ende hinauslaufen soll und warum so viel Merkwürdiges passiert, ist, was ich mir einfach nicht erklären konnte.
Ich fand es jedoch gut, dass es in dem Buch auch u.A. viele Tagebucheinträge, Listen und Ähnliches gab. Dadurch wurde das Lesen abwechslungsreicher und die intime Beziehung zu den Charakteren noch einmal vertieft.
Im Großen und Ganzen fand ich alle Charaktere (bis auf wenige Ausnahmen) in dem Buch toll. Das habe ich wirklich selten, und das ist wohl auch wieder einmal Lauren Olivers toller Erzählkunst geschuldet. Man konnte sich einfach sehr gut in alle hineinversetzen, konnte ihre Handlungen und Taten nachvollziehen. Es wirkte einfach alles sehr glaubwürdig (und das, obwohl "Als ich dich suchte" ein Jugendbuch ist, und ich kenne viele Jugendbücher, die alles andere als realistisch sind).
Nach und nach erfährt man als Leser immer mehr die erschreckende und für mich vollkommen unvorhersehbare Wahrheit der Geschichte. Gerade die letzten 100 Seiten waren so rasant, dass ich nicht einmal mitbekommen habe, wie schnell ich gelesen habe. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Das Buch war so toll, dass ich dann letztendlich sogar 320 Seiten an einem Tag (!) gelesen habe.
Wie gesagt, das Ende kam für mich vollkommen überraschend und erschreckend. Ich hatte nie im Leben mit einem solchen Ausgang gerechnet und musste mich wirklich erstmal kurz beruhigen. Wahnsinn! Ich hatte bis kurz vor Ende nicht den blassesten Schimmer, was da vor sich geht. Wow, einfach nur wow. Das Buch zeigt einem auf jeden Fall, wie einzelne, kurze Ereignisse und Momente eine ganze Welt auf einmal verändern können und danach nichts mehr so ist, wie es einmal war.
Das Buch ist definitiv nicht so unscheinbar, wie es das Cover und der Klappentext eventuell vermuten lassen könnten.

Fazit:
Ich bin nur mit wenigen Erwartungen an "Als ich dich suchte" herangegangen und wurde dafür komplett positiv überrascht und geflasht! Dieses Jugendbuch hat es wirklich in sich. Besonders toll fand ich die Nähe zu den Charakteren (besonders zu Nick), die spannende und abwechslungsreiche Erzählweise sowie das vollkommen unvorhersehbare Ende der Geschichte.
Lauren Oliver überzeugt wieder einmal mit ihrem großartigen Schreibstil, wie ich finde. Große Empfehlung für alle, die auf geheimnisvolle, mysteriöse Geschichten, tollen Geschwisterzusammenhalt und starke Charaktere stehen!

Lieben Dank auch an den Carlsen Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

4 Sterne für "Als ich dich suchte"!

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Da bin ich wieder!

Samstag, 5. August 2017 | 3 Comments
Hey, ihr Lieben! :)


Ja, ich weiß, lange, sehr lange war es auf diesem Blog ziemlich still. Unglaubliche fünf Monate. Ohne einen einzigen neuen Blogpost.
Das hatte viele unterschiedliche Gründe: Uni, Uni, Uni, Instagram-Flaute, Leseflaute, gesundheitliche Probleme und noch vieles mehr. All dies führte dazu, dass sich die Lust auf das Bloggen bei mir immer mehr minimierte.
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Rezension: Arno Strobel - Tiefe Narbe

Montag, 27. März 2017 | 0 Comments
Hallo, ihr Lieben!

Ich melde mich heute mit einer neuen Rezension zurück: und zwar zu dem Thriller "Tiefe Narbe" von Arno Strobel. Ihr wollt wissen, ob es mir gefallen hat? Lest einfach weiter!

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Rezension: Sebastian Fitzek - Achtnacht

Sonntag, 26. März 2017 | 3 Comments
Hey ihr!

Der "Meister des Wahns" hat es wieder getan: Sebastian Fitzek hat ein neues Buch herausgebracht! "Achtnacht" heißt es, und wenn ihr wissen wollt, wie es mir gefallen hat, lest einfach weiter!  


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